UBS-Chef Ralph Hamers setzt für den Umbau der Grossbank nur begrenzt auf externe Berater: Er hat lediglich für zwei Projekte die Unternehmensberatung McKinsey beauftragt, wie BILANZ in der neuen Ausgabe berichtet. Sie durchleuchtet das Schweiz-Geschäft und soll die neue Chefin Sabine Keller-Busse beim Umbau unterstützen. Und sie sollen Vorschläge ausarbeiten, wie der Gesamtkonzern schneller und weniger komplex werden kann.

Den zentralen Teil des Umbaus steuert Hamers selbst. Zusammen mit den Konzernleitungsmitgliedern hat er 14 Bereiche definiert, die für die Zukunft der UBS entscheidend sind: Übergeordnete Themen wie Daten, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Purpose, aber auch konkretere Bereiche wie Kostensenkungen oder Wachstum Asien.

Bottom-up-Prozess für den Umbau

Die Konzernleitungsmitglieder übernehmen die Patenschaft für die Arbeitsgruppen, «Workstreams» genannt, ihre Leitung liegt jedoch bei ausgewählten UBS-Mitarbeitern. «Dieser Bottom-up-Prozess ist das Herzstück unseres Strategieprozesses», betont Hamers.

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Wann genau der Strategieprozess abgeschlossen sein wird, lässt er offen, aber sicher nicht vor April. Der Investors’ Day für dieses Jahr ist noch nicht terminiert.

Die Credit Suisse setzt zwar weiter primär auf organisches Wachstum, erwägt aber auch Akquisitionen. Die Bank habe in diesem Bereich in den letzten Jahren sehr wenig gemacht, so CS-Chef Thomas Gottstein gegenüber BILANZ: «Ziele wären für uns Privatbanken, Fintechs und spezialisierte Asset Manager.»

CS: Wiedereinstieg in die USA

Auch die USA hat die zweitgrösste Bank wieder im Visier – hier war sie 2015 aus dem Wealth-Management-Markt ausgestiegen. «Ein Einstieg in den US-Wealth-Management-Markt könnte ein Thema sein, wir schauen das mittel- bis langfristig an unter Einbezug der Regulatoren», betont Gottstein. Eine grössere Strategieübung plant die Bank im Gegensatz zur UBS in diesem Jahr nicht. Gottstein: «Wir haben im Jahr 2020 strategisch viel erreicht. Wir haben die strategischen Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt. Jetzt können wir uns in diesem Jahr voll auf das operative Geschäft konzentrieren.»

Auch weitere Kostensenkungsziele verfolgt Gottstein nicht. «Ich halte nichts von absoluten Kostenzielen, man muss das immer dynamisch anschauen.» Sein Vorgänger hatte auf absolute Kostenziele gesetzt.

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