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Warum Barack Obama Bitcoin mit der Schweiz verbindet

US-Präsident Barack Obama: "Schweizer Bankkonto in der Tasche".   keystone

Der US-Präsident stört sich an dezentralen und anonymen Währungen. Und erwähnt dabei die Schweiz.

Kommentar  
Von Marc Badertscher
am 15.03.2016

Trotz aller Steuerstreits, Klagen und Bussen ist die Schweiz offenbar noch immer Synonym für Bankkonten, dank denen die Bürger Steuern hinterziehen können. Das zumindest legte der Auftritt von US-Präsident Barack Obama am SXSW-Festival letzte Woche in Austin (Texas) nahe, als er implizit vor der Kryptowährung Bitcoin sprach und gleichzeitig die Schweiz erwähnte.

Der US-Präsident äusserte sich über die derzeit in den USA heiss diskutierte Frage, ob Daten auf Smartphones unknackbar verschlüsselt werden dürfen oder nicht. Über die Freiheit der Bürger und nötige staatliche Eingriffe in dieselben referierte er, um schliesslich eindeutig Stellung zu nehmen: Für die Regierung unknackbare Verschlüsselung in Smartphones ginge zu weit. «Wenn man tatsächlich nichts knacken kann, wenn die Regierung nicht hineingehen kann, dann laufen alle mit einem Schweizer Bankkonto in ihrer Tasche herum.» Was für Mechanismen haben wir denn, um die Steuerpflicht durchzusetzen? fragte der Präsident rhetorisch.

Debatten in der Schweiz

«Die eigene Bank in der Tasche» – einer der Vermarktungsslogans der Bitcoin-Verfechter –, dürfte weiter für Diskussionen sorgen. So etwa auch in der Schweiz nächstes Wochenende an der Start-up-Veranstaltung StartSummit in St. Gallen. Am 19. März werden dort zwei bekannte Exponenten der Krypto-Szene ihre Aufwartung machen: Andreas Antonopoulos, Bitcoin-Berater, und Mike Hearn, ehemaliger Bitcoin-Programmierer, der nun für die Banken arbeitet. Am zweitägigen Anlass werden mehr als 1000 Zuhörer erwartet.

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