Die Bedrohungen aus dem Internet haben auch dieses Jahr massiv zugenommen. Nun reagiert die Schweizer Wirtschaft. Mehrere Grosskonzerne wollen im Rahmen des Fördervereins Digitalswitzerland das Thema Cybersecurity prioritär auf die Agenda setzen. «Digitalswitzerland prüft die Aufnahme von verschiedenen Cybersecurity-Unternehmen», sagt Marc Walder, Mitglied im Exekutivrat der Initianten.

Derzeit laufen im Hintergrund Gespräche mit Branchengrössen wie Wisekey und Qnectiv. Entschieden ist noch nichts, aber Walder sagt: «Der Standort Schweiz hat enormes Potential, ein zentraler Hub für die Cybersecurity-Industrie zu werden.» Für 2017 seien Roundtables und Konferenzen mit Teilnehmern aus Politik, Wissenschaft und Experten aus der Start-up Szene geplant. Demnächst will Digitalswitzerland über Details informieren.

Standortvorteil Schweiz

Hinter dem Standortlabel Digitalswitzerland stehen Konzerne wie UBS, Swisscom, PwC und weitere Grossfirmen. Geht es nach ihnen, soll die Schweiz längerfristig zum Vorreiter und europäischen Hub für IT-Sicherheit werden.

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Nicolas Bürer, Geschäftsführer von Digitalswitzerland verweist auf die Standortvorteile: «Die Schweiz  hat einen hohen Entwicklungsgrad, was neue Technologien betrifft. Und nicht zuletzt spielt das Vertrauen eine zentrale Rolle, welches der Schweiz in punkto Datensicherheit aus dem Ausland entgegengebracht wird.»

Breites Engagement

Die Initiative von Digitalswitzerland steht nicht in luftleerem Raum. Bereits im Frühjahr hat der Branchenverband ICTswitzerland angekündigt, bei der Ausbildung auf das Pferd Cybersecurity zu setzen. Neu soll der eidgenössische Diplomabschluss «ICT-Security-Expert» angeboten werden. Geht alles nach Plan, finden im Herbst 2018 die ersten Prüfungen statt.