Sie wollen ein Start-up gründen? Dann sind Sie hier genau richtig. Das zeigt der in dieser Woche veröffentlichte Unternehmer-Index des Gedi-Forschungsinstituts in Washington. Im Vergleich mit 136 Ländern rund um den Globus schafft es die Schweiz hinter den USA auf den zweiten Platz. Die Urheber des Rankings zeigen sich begeistert: Der Aufstieg der Schweiz sei «die grosse Überraschung», heisst es in dem über 250 Seiten dicken Bericht.

Vor allem mit Blick auf die Internationalisierung und das Risikokapital schneidet die Schweiz hervorragend ab (siehe Grafik unten). Ebenfalls positiv hervorgehoben wird der hohe Innovationsgrad – sowohl mit Blick auf die Produkte als auch die Prozesse. Im Vergleich zum Spitzenreiter USA sind hierzulande auch die Möglichkeiten für Startups und die technologische Absorption besser. Als Schwachstelle nennt die Washingtoner Organisation die unterdurchschnittliche Vernetzung der Player.

64 Milliarden Dollar zusätzlich für die Wirtschaft

Hinter der Schweiz rangieren Kanada, Schweden, Dänemark, Island und Australien. Ebenfalls in den Top Ten sind Grossbritannien Irland und die Niederlande. Sollten die Bedingungen für Unternehmer in der Schweiz um 10 Prozent verbessert werden, sind die Gedi-Experten überzeugt, könnte das der Wirtschaft 64 Milliarden Dollar zusätzlich einbringen.

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Das geschieht aktuell auch. Als wichtiger Vorstoss zur Verbesserung der Rahmenbedingungen gelten die Pläne von Finanzminister Ueli Maurer im Bereich Fintech: Für Anbieter neuartiger Zahlungsdienstleistungen sollen in Zukunft nicht die gleichen strengen Vorschriften wie für Banken gelten. Damit schlägt die Schweiz einen anderen Weg als etwa Deutschland ein. Der Bundesrat will für die Branche spezielle Regeln entwickeln, damit diese sich entwickeln kann.

«Die Schweiz bringt alles mit»

Ein richtiges Ansinnen, wie Christina Kehl, Geschäftsführerin des Verbands Swiss Finance Startups, findet. «Finanz-Know-how, Stabilität, eine weltweite Reputation für Qualität - die Schweiz bringt alles mit, um sich zum Top Fintech-Hub aufzuschwingen», sagt sie. Startups müssten gezielt gefördert werden, ist sie überzeugt. «Denn wir brauchen mehr Unternehmergeist in der Schweiz