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Digital Switzerland
«Wenn du nicht ständig lernst, wirst du irrelevant»

Für viele Firmen war Digitalisierung lange ein Modewort. Inzwischen denken die Unternehmenslenker um. Das Worldwebforum will die Schweizer Entscheidungsträger sensibilisieren.

Kommentar  
Von Mathias Ohanian
am 23.01.2017

Morgen steigt in Zürich Oerlikon das Worldwebforum. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können sich Schweizer Firmen aufstellen, damit sie für die digitalisierte Zukunft optimal vorbereitet sind? War der technologische Wandel lange (und ist es noch heute) für viele Firmen vor allem ein Buzzword, hält Fabian Hedinger fest: «Jetzt geht was.» Für den Gründer und CEO des Events ist wichtig: Heute geht es für Unternehmennicht um eine digitale Strategie, sondern eine Geschäftsstrategie in einer digitalisierten Welt.

Etwas digitale Kosmetik ist also zu wenig, will man gut aufgestellt sein. Darauf verwies im vergangenen Jahr auch Google-Evangelist Jeremy Abbett. «Die Dinge verändern sich so schnell – wenn du nicht ständig lernst, wirst du irrelevant», sagte er im Interview. Das Denken in vielen europäischen Firmen basiere noch immer auf den Vorstellungen von gestern. Die Schweiz sieht Abbett in einer grossartigen Position, was für die Transformation jedoch nicht nur positiv sein muss. Denn um wirklich innovativ zu sein, braucht es Leidensdruck, sagt er.

«Der Fisch stinkt vom Kopf»

Für den Google-Mann ist klar: Innovationskultur muss von der Unternehmensspitze vorgelebt werden. Wichtig ist der Austausch von Wissen unter Kollegen, selbst aus den unterschiedlichsten Bereichen. Denn: Silos und strenge Hierarchien funktionieren nicht. Ebenfalls wichtig: Die Etablierung eines kreativen Umfelds, in dem auch Fragen gestellt werden dürfen, auf die man heute noch keine Antworten hat. Und Chefs, die ihre Mitarbeiter zum Querdenken ermutigen.

 

 

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