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Digitaler Index
Q wie «QR-Code»

Der digitale Index der gehobenen Internetsprache – erstellt von der «Handelszeitung» und jede Woche mit einem neuen Begriff.

Zahlen mit der Fotokamera, oder so ähnlich: Meistern Sie die Kunst der sinnfreien Internet-Kommunikation.

Von HZ Redaktion
am 06.04.2017

Das Nachschlagewerk für den Bullshit, der uns in der modernen Geschäftswelt tagtäglich um die Ohren fliegt.

QR-Code, der

Quick Response (engl.): schnelle Antwort. 2D-Code (Pixelfeld), der optisch gescannt (fotografiert) wird. Der Q. wurde vor mehr als zwanzig Jahren von Toyota entwickelt. Zehn Jahre danach entdeckten ihn tippfaule Journalisten, um Internet-Links in Zeitungen abzudrucken. Ob das je genutzt wurde, ist umstritten. Die Verwendung teilte die Medienbranche in unvereinbare Lager. Unter Technikern war der Q., da banal, lange ­verpönt. «Da kannst du ja gleich einen Q. drauf­drucken» – ein geflügeltes Schimpfwort. Dann kam Twint und machte aus dem Q. ein ­Zahlungsmittel. Oder so ähnlich. Demnächst wird auch der Einzahlungsschein (Anachronismen) um einen Q. erweitert. Rechnungen können dann mit einem Foto bezahlt werden. Am wichtigsten ist der Q. aber in der modernen Kommunikation. Nur dank ihm ist es möglich, den Chat-Dienst Whatsapp bequem vom PC aus zu bedienen.

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