1. Home
  2. T wie «Twitter»

Digitaler Index
T wie «Twitter»

 

Vom Mikroblog zum präsidentiellen Kommunikationskanal: Meistern Sie die Kunst der sinnfreien Internet-Kommunikation.

Von HZ Redaktion
am 15.09.2016

Das Nachschlagewerk für den Bullshit, der uns in der modernen Geschäftswelt tagtäglich um die Ohren fliegt.

Troll, der

Unhold, Riese. Ursprünglich eine Figur aus der nordischen Mythologie. Heute ein Internet­saboteur und -querulant. Meistens männlich, über 40, arbeitslos und/oder sexuell frustriert. Der T. zeichnet sich dadurch aus, dass er konsequent und mutwillig gegen die Netiquette verstösst.

 

Twitter

(engl.) Gezwitscher, Geschnatter. 1. Im Jahr 2006 gegründetes soziales Netzwerk mit 320 Millionen Usern. 2. Wichtigster Kommunikationskanal der neuen US-Administration unter Donald Trump. Lexika beschreiben T. meist als «Mikroblog» oder als «Kurznachrichtendienst». Tatsächlich ist T. eine zivilisatorische Errungenschaft, weil es den Redefluss mitteilungsbedürftiger Exemplare der Spezies Mensch zwangsläufig auf 140 Zeichen eingrenzt («In der Kürze liegt die Würze»). Selbst dies scheint allerdings zu lang angesichts der Menge an Schwachsinn, die gewisse Individuen in 140 Zeichen absondern können (siehe Punkt 2).
Der obligate T.-Button darf heutzutage auf keiner Webseite fehlen. Zu Recht. Normale Menschen sind zwar bevorzugt auf Facebook (über 30) oder dem cooleren Snapchat aktiv (unter 30), doch als Plattform für allerlei selbsternannte ­Experten und Wichtigtuer bleibt T. unerlässlich.

Der Index wird Woche für Woche um einen Begriff erweitert. Einsendungen von Begriffen (und optional auch den dazugehörigen Lexikoneinträgen) nehmen wir gerne entgegen: Ein Mail an digi@handelszeitung.ch genügt.

Anzeige