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Digitales Leben
Angeben mit der Pulsuhr

Keystone

Unser Autor ist ganz zufrieden mit seiner Jogging-App. Bis sein Lauf-Kumpel sich einen brandneuen Fitness-Tracker zugelegt hat.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 18.08.2016

Nach langer Lauf-Abstinenz nutze ich endlich wieder meine Jogging-App. Brav zeichne ich alle meine Läufe auf, freue mich über jeden erreichten Meter, auch wenn meine Durchschnittsgeschwindigkeit bisweilen bei mickrigen 5,2 km/h liegt.

Egal, nur die Bewegung zählt. Vor allem, weil ich wieder regelmässig unterwegs bin und nicht mehr wie früher E-Mails von meiner Lauf-App befürchten muss, mit dem Tenor: Willst du dich nicht mal wieder bewegen, du fauler Hund?! Meine Jogging-Euphorie hat jetzt allerdings einen Dämpfer erhalten: Mein Lauf-Kollege, mit dem ich öfter unterwegs bin, hat sich eine dieser ultracoolen Pulsuhren zugelegt.

Irre viele Funktionen

Sie sieht nicht nur extrem trendy aus, sie hat auch irre viele Funktionen. Beim Laufen quasselt er mich ständig voll: Guck mal, hier im Sonnenlicht kann man immer noch das Display lesen! Guck mal, alle 1000 Meter sagt mir die Uhr, wie schnell ich bin! Guck mal, auf der Karte kann ich sehen, wo alle anderen Jogger ihre Lieblingsstrecke haben! Und erst das Höhenprofil!

Meine kostenlose Lauf-App auf dem Smartphone kann das leider alles nicht. Technisch gesehen bin ich ein Versager. Mein Kumpel hat mich total abgehängt. Muss ich aufrüsten, um mitzuhalten? Offenbar nicht. Denn wir haben uns beim Intervall-Training gemessen. Wer war schneller? Ich! Trotz alter Technik.

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