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Digitales Leben
Besser träumen dank App

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Schlaf-Apps sollen das Schlafverhalten analysieren und uns fitter für den Tag machen. Geht das überhaupt?

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 29.04.2016

Ob beim Jogging oder bei der Gewichtskontrolle: Längst bin ich Teil des digitalen Tracking-Regimes. Mein Smartphone misst und zählt ständig mit. Nur beim Schlaf, da war ich komischerweise noch lange Zeit offline.

Um das schnell zu ändern, habe ich mir eine Schlaf-App zugelegt. Sie will mein Schlafverhalten analysieren und dafür sorgen, dass ich nachts besser ruhe. Entsprechend fitter und produktiver soll ich am Tage sein. Motto: Auf gute Nächte folgen gute Tage. Wer will da schon widersprechen? Das Angebot an solchen Apps ist gross, sie heissen etwa Sleep Better, Sleepbot und Sleep Cycle.

Apps sind irre Stromfresser

Sie funktionieren ähnlich: Das Smartphone liegt mit Stromkabel (weil die Apps irre Stromfresser sind) mit auf der Matratze. Das Gerät verspricht, meine Bewegungen in der Nacht zu analysieren. Das geht über das eingebaute Mikro oder den Beschleunigungssensor im Gerät. Ich wusste nicht mal, dass sich sowas in meinem Handy verbirgt, aber egal.

Klar, Hirnströme messen kann das Telefon nicht. Und ob es genau erkennt, welche Schlafphasen ich durchlaufe, da habe ich auch meine Zweifel. Immerhin gibt es noch Zusatzangebote der Apps, wie eine Einschlafhilfe (kostet allerdings extra) und die Möglichkeit, Traumnotizen zu machen.

Mikro zeichnet alles auf

Das klingt mir noch etwas aufwendig für den Anfang meiner Schlafanalyse. Wofür ich mich aber sofort entscheide, ist der Sleep Recorder. Er zeichnet per Mikro alle Schlafgeräusche auf. Morgens, so wirbt der App-Anbieter, könne ich mir die Aufnahme anhören und sogar per E-Mail verschicken. Ich frage mich allerdings, wem ich mein Schnarchen schicken soll.

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