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Digitales Leben
Das neue iPhone: Protzen für Anfänger

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Keystone

Wird das neue iPhone zum Statussymbol? Sicher nicht, findet unser Autor. Wir sehnen uns nach etwas Anderem.

Tim Höfinghoff
Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
15.09.2017

Alle reden nur noch vom neuen iPhone und was es zu bieten hat – Technik zur 3D-Gesichtserkennung und Emojis, die sich dem Gesicht des Nutzers anpassen. Das neue Gerät soll zum begehrten Statussymbol werden. Wer es hat, ist megacool. Wer es nicht hat, naja.

Dabei ist das Smart­phone längst kein Statussymbol mehr, auch das neue iPhone nicht. Guter, erholsamer Schlaf ist zum wichtigsten ­Statussymbol geworden. Denn ständig erzählen mir Menschen ungefragt, wie schlecht sie schlafen. Und überall lese ich nur noch von digitaler Erschöpfung.

Kein Wunder, dass Smart Pillows und Smart Beds den Smart Phones den Rang ablaufen. Dafür geben Menschen immer mehr Geld aus. Die klugen Kopfkissen überwachen den Schlafrhythmus, haben Lichtleisten fürs entspannte Aufwachen und ein Ventilatorengeräusch zum friedlichen Einschlafen. Smarte Matratzen analysieren alle Schlafbewegungen und stoppen sofort nerviges Schnarchen. ­Nebenbei messen sie den Sleep-IQ. Das Versprechen: Jeden Morgen das Gefühl, neu geboren zu sein.

Will ich also auch das neue iPhone haben? Sicher nicht. Ich will lieber ein smartes Bett mit smartem Kopfkissen.

Das Problem ist, dass sie sich nur schlecht herumzeigen lassen und nur ein geringes Angeber-Potenzial haben. Mit dem neuen iPhone kann man leider immer noch besser protzen.

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