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Digitales Leben
Facebook Messenger: Der Assistent mischt sich ein

Keystone

Unser Autor kommuniziert am liebsten über den Facebook Messenger. Bald wird sich ein digitaler Assistent in seine Gespräche einmischen.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 17.08.2017

Wenn ich chatte, mache ich das oft mit dem Facebook Messenger. Bisher konnte ich davon ausgehen, dass ich bei den Konversationen mit meinem Gesprächspartner ­allein bin. Doch das dürfte sich schnell ändern. Denn Facebook setzt bei seinem Messenger immer mehr auf künstliche Intelligenz und hat den Assistenten «M» lanciert (bisher in USA, Mexiko und Spanien).

«M» ist dafür da, sich einzumischen in die Gespräche. Klingt beängstigend? Ist aber so. Das können simple Dinge sein, wie etwa das Vorschlagen von Emojis zu Worten, die ich gerade in den Messenger tippe. Oder es wird ein Video-Chat ­gestartet, wenn klar ist, dass ich mit meinem Messenger-Partner telefonieren will. «M» kann und will aber noch mehr. Diskutiere ich mit jemandem über Musik, kann «M» einen passenden Musiktitel per Spotify offerieren.

Bislang hat sich «M» bei mir ja noch nicht in ein Gespräch ­eingemischt. Das ist auch ganz gut so, ­zumal ich ohnehin schon genug abgelenkt ­werde in meinem digitalen Dauer­konsum. Allerdings könnte «M» für mich auch seine guten Seiten haben.

Ich vergesse nämlich sehr oft die Geburtstage meiner Freunde. Diesbezüglich könnte «M» dann tatsächlich ein Segen sein. Sollte ich chatten und vergessen, dass mein Gesprächspartner Geburtstag hat, ist «M» sogar darauf trainiert, mich beim Chat zu erinnern, zu gratulieren.

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