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Digitales Leben
Hilfe, Amazon verfolgt mich!

Keystone

Die Auswahl bei Amazon ist gigantisch. Doch als unser Autor nicht sofort etwas kaufen wollte, liess der Online-Händler ihm keine Ruhe mehr.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 03.06.2016

Nach langer Abstinenz bin ich mal wieder online einkaufen gegangen. Ich habe bei Amazon vorbeigeschaut. In der Rubrik Elektronik halte ich mich am liebsten auf. Kleidung traue ich mich gar nicht mehr online zu kaufen, das geht mit den Grössen und Schnitten immer schief - und für ständiges Retournieren habe ich weder die Zeit noch die Musse.

Stattdessen habe ich lieber auf Amazon nach Kameras gestöbert. Gekauft habe ich allerdings nichts. Das war ganz offensichtlich ein Fehler, denn nun verfolgt mich Amazon. Per E-Mail. Schön dosiert, im Abstand einiger Tage, kommen nun Botschaften in mein Postfach. Nach dem Motto: «Sie interessieren sich für ...» Später folgen dann Nachrichten wie: «Wir haben folgende Auswahl für Sie.»

Kauf endlich!

Das ist alles stets sehr nett formuliert. Eigentlich will Amazon mir aber, glaube ich, etwas ganz anderes sagen: Entscheide dich endlich! Kauf endlich! DAS KANN JA NICHT SO SCHWER SEIN!

Warum ich die E-Mails überhaupt öffne, kann ich mir nicht erklären, es muss die typische Konsumententrägheit sein, sich von allem und jedem berieseln zu lassen. Selbst schuld also.

Beinahe hätte ich in einer der E-Mails schon auf den Amazon-Button mit dem Titel «Auf meinen Wunschzettel» geklickt. Abgehalten hat mich nur die Angst, dass mich die Kauf!-Endlich!-Mails nicht mehr alle paar Tage, sondern stündlich erreichen.

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