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Kolumne Digitales Leben
Ein Reisbad für das iPhone

iPhone im Reisbad: Tatsächlich nach 24 Stunden trocknen?Quelle: HZ

Fällt das iPhone ins WC, ist der Ärger gross. Doch unser Autor weiss sich zu helfen.

Tim Höfinghoff
Von Tim Höfinghoff
11.01.2018

Kürzlich postete eine Facebook-Bekannte, dass man das iPhone niemals mit auf die Toilette nehmen dürfe. Ihr ­Gerät war ins Wasser gefallen. Sie packte es dann in eine Dose voll mit Reis. Der sollte die Flüssigkeit aufsaugen und das Telefon wieder flottmachen.

Ich habe über den Post gelacht. Telefon im WC! Dann ins Reisbad! Wer macht denn so was? Zwei Wochen später habe ich nicht mehr gelacht. Unser Fami­lien-iPhone war aus der Jackentasche ins WC gerutscht, nur für wenige Sekunden. Doch es funktionierte nicht mehr.

Geht auch Katzenstreu?

Schnell habe ich den Facebook-Post hervorgeholt: Wie viel Reis brauche ich? Geht auch Katzenstreu? Darf ich das Gerät ­anschalten? Muss es 48 Stunden in den Reis, wie es auf Facebook heisst? Darf ich den SIM-Schacht öffnen und Wasser rauslaufen lassen?

Im Internet gibt es ­viele solcher Tipps. Sicher ist, dass Apple sagt: Flüssigkeitsschäden sind durch die Garantie nicht abgedeckt. Es gibt sogar einen eingebauten Flüssigkeitssensor. Den Sensor habe ich nicht gefunden. Dafür habe ich schnell die Basmati-Packung aufgerissen und das iPhone tief verbuddelt.

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Hier befindet sich der Flüssigkeitssensor beim iPhone
Hinweis von Apple: Hier befindet sich der Flüssigkeitssensor beim iPhone.

iPhone-Reanimation kostet

Nach 24 Stunden habe ich es eingeschaltet. Es ging wieder. Allerdings zeigte der Bildschirm seltsame Streifen. Das ­Gerät habe ich dann doch dem iPhone-Doktor geben müssen. 170 Franken ­kostete die iPhone-Reanimation.

Den Reis hätte ich mir ­sparen können.