1. Home
  2. Blogs
  3. Digitales Leben
  4. Krieg auf Facebook

Digitales Leben
Krieg auf Facebook

Bilder (2): Keystone

Auf seiner Facebook-Seite erlebt unser Autor täglich, wie sich Trumps Gegner und seine Befürworter bekämpfen. Nun braucht er dringend Ablenkung.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 02.02.2017

Meine Timeline bei Facebook ist ein Schlachtfeld. Trump-Befürworter und Trump-Gegner schenken sich nichts: Bombardiert wird der Gegner mit eigenen Posts, mit geteilten Nachrichten oder - besonders beliebt - mit kontroversen Videobeiträgen. Ich halte mich natürlich nicht raus aus dem Kampf und mische gerne mit provokanten Beiträgen mit. Der Preis: emotionale Erschöpfung.

Dass die intensive Social-Media-Nutzung höchstgradig abhängig machen kann, oftmals schlecht für die eigene Gesundheit ist und obendrein stets auch eine Portion Verblödung beinhaltet, wusste ich ja schon lange. Doch die Trump-Streitereien auf Facebook haben eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Mittlerweile geht es nur noch darum, ob ich auf gehässige und beleidigende Kommentare mancher meiner Facebook-Freunde überhaupt noch antworten oder gleich den Nicht-mehr-abonnieren-Knopf drücken soll. (Immerhin bleibt man dann noch «befreundet», muss den Müll aber nicht mehr lesen.) Einem meiner Facebook-Freunde geht es wohl ähnlich wie mir. Er hat zur Ablenkung vom Trump-Irrsinn ganz bewusst ein Tiefschnee-Skivideo gepostet. Zur Entspannung.

So werde ich es auch machen. Für eine Weile nur noch Skivideos posten. Ich brauche etwas Frieden in meiner Timeline.

Anzeige