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Digitales Leben
Mit Periscope zum Adele-Konzert

Periscope Keystone

Twitter ist bei vielen Nutzern in Ungnade gefallen - auch bei unserem Autor. Bis er die Live-Videofunktion Periscope schätzen gelernt hat.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 19.05.2016

Viel habe ich zuletzt gehadert mit Twitter. Der Dienst macht mich schon lange nicht mehr glücklich. Damit bin ich nicht allein: Twitter kommt auf keinen grünen Zweig, viele Menschen fragen sich, warum sie den Mikroblogging-Dienst brauchen.

Kein Wunder, dass das Nutzerwachstum der Firma stagniert, die Werbeeinnahmen schwinden und der Aktienkurs seit dem Börsendebüt 65 Prozent verloren hat. Trotzdem bin ich noch bei Twitter dabei - wohl mehr aus Gewohnheit als aus Überzeugung.

Adele-Konzert live gestreamt

Immerhin: Die Treue hat sich ausgezahlt. So bin ich zufällig auf einige Twitterer gestossen, die das ausverkaufte Adele-Konzert in Zürich per Periscope live gestreamt haben. Die App zur Live-Videoübertragung hat Twitter vergangenes Jahr gekauft.

Adele-Konzert auf Periscope (Screenshot)

Da ich kein Adele-Ticket bekommen habe (sie waren nach drei Minuten ausverkauft) und trotzdem gerne die derzeit berühmteste und beliebteste Sängerin der Welt live erlebt hätte (ja, ich bin ein Weichei, weil ich Adele höre), musste ich per Periscope von Daheim reinschauen. Solche Konzerte live zu streamen, führt allerdings schnell zu Copyright-Verstössen. (Mehr dazu hier.) Doch mit solchen rechtlichen Fragen wird sich wohl kaum ein Nutzer beschäftigen, der auf einen Link bei Twitter klickt, der zu einer Periscope-Übertragung führt. Zumal die Videos bei Periscope nur 24 Stunden verfügbar sind.

Mein Periscope-Ausflug ins Hallenstadion war natürlich nicht so cool wie das Konzert real zu erleben, aber immerhin. Und ob Periscope nun Twitter retten wird? Mal sehen. Jedenfalls bin ich jetzt wieder ein wenig versöhnt mit Twitter.

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