1. Home
  2. Blogs
  3. Digitales Leben
  4. Twitter-Fight mit Trump

Digitales Leben
Twitter-Fight mit Trump

Keystone

Unser Autor findet, Twitter sei ziemlich öde geworden. Es gibt daher für ihn nur einen Ausweg, schnell für mehr Aufregung zu sorgen.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 12.01.2017

Seit sechs Jahren bin ich bei Twitter unterwegs, meistens nur lesend, manchmal auch tweetend. Da gibt es viele interessante Sachen zu entdecken, doch ehrlich gesagt, so richtig aufregend war es in jüngster Zeit nicht. Ich habe nur wenig Interaktion mit anderen Menschen, das liegt wohl an meinen langweiligen Tweets.

Doch nun habe ich herausgefunden, wie sich mein Twitter-Erlebnis aufpeppen lässt. Es ist ganz einfach: Ich muss als einer der ersten auf einen Tweet von Donald Trump reagieren. Was der zukünftige US-Präsident bei Twitter absondert, gehört zum weltweit Meistgelesenen. Darüber spricht jeder. Immerhin ist@realDonaldTrump bald der mächtigste Mann der Erde, ausserdem hat er 19 Millionen Follower bei Twitter.

Shitstorm in eigener Sache

Die Herausforderung ist nur: Ich muss sehr, sehr schnell sein, also wirklich als einer der Ersten auf einen Trump-Tweet reagieren. Und dann muss ich Trump am besten beleidigen, für Aufruhr sorgen - bei Trump-Fans und bei seinen Gegnern. Es geht um nichts weniger als darum, einen Shitstorm in eigener Sache anzuzetteln!

Leute, die das ausprobiert haben, berichten, ihr Twitter-Account sei explodiert, noch Tage später sei die Hölle los gewesen. Mehr Aufregung geht wirklich nicht!

Vielleicht reagiert Trump sogar auf meinen Tweet, beschimpft dabei Sweden statt Switzerland - ich wäre weltberühmt.

Anzeige