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Digitales Leben
Warum Xing mir ein schlechtes Gewissen macht

Xing-App. Keystone

Zur ständigen Pflege von Karriere-Netzwerken braucht es viel Einsatz. Unser Autor fürchtet sich schon, zu versagen.

Kommentar  
Von Tim Höfinghoff
am 01.07.2016

Neulich erhielt ich eine E-Mail von Xing. Ich habe 40 offene Kontaktanfragen, stand da. Und 19 ungelesene Nachrichten. Mehr noch: Es gebe 136 interessante Unternehmen. Es klang für mich ein bisschen wie ein Vorwurf. Nach dem Motto: Warum vernachlässigst Du Dein Xing-Profil?

Sicher ist: Die Post von Xing hat mich etwas nervös gemacht und mir ein schlechtes Gewissen beschert. Habe ich das Karrierenetzwerk tatsächlich vernachlässigt? Muss ich mich um mein berufliches Weiterkommen sorgen? Gerade in diesen digitalen Zeiten ist man ja ganz schnell abgehängt, wenn man nicht auf allen Karrierenetzwerken topaktuell präsent ist!

Das Profil ist «Superstar»

Dabei hatte ich gedacht, alles richtig gemacht zu haben, bin sogar bei LinkedIn mustergültig angemeldet: Habe ich dort etwa zu viel Zeit vertrödelt? Dort sei die Aussagekraft meines Profils immerhin «Superstar», attestiert mir LinkedIn. (Ja, so nennen die das wirklich.)

Nun traue ich mich gar nicht, mein Profil bei Xing zu prüfen: Wahrscheinlich haben die mich längst aussortiert - wegen ungenügender Karrierepflege.

Zur Aussagekraft des Profils steht da inzwischen bestimmt: «Versager». Oder «Amateur».

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