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Geldberatung
Hypothek aufstocken oder PK-Kapital vorbeziehen?

Soll die Hypothek aufgestockt werden? Keystone

Hypothek aufstocken oder Pensionskassenkapital vorbeziehen? In diesem vorliegenden Fall gibt es eine klare Empfehlung.

Kommentar  
Von Fredy Hämmerli
am 17.06.2016

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Frage: Wir sind beide 52 Jahre alt und haben zwei schulpflichtige Kinder. Unser Nettoeinkommen liegt bei monatlich 9000 Franken. Die erste Hypothek auf unserem Haus haben wir ausgeschöpft. Nun möchten wir aber einen Anbau für 10 000 Franken erstellen. Sollen wir zu diesem Zweck die Hypothek aufstocken oder Pensionskassenkapital vorbeziehen?

Antwort: Die Hypothek aufzustocken, ist die erste Wahl. Dies zumindest, wenn Sie dafür noch die Zinsbedingungen der ersten Hypothek erhalten. Sollte der Griff in die Pensionskasse erforderlich sein, würde ich Ihnen eher zur Verpfändung raten. So dient das PK-Guthaben der Bank als Sicherheit für einen weiteren Kredit zum Zins einer ersten Hypothek. Der effektive Vorbezug schmälert nicht nur das Altersguthaben, sondern vielfach schon die Leistungen bei Invalidität und Todesfall. Dies ist gerade bei Familien mit Kindern ein Risiko. 

Bei der Verpfändung muss der Betrag spätestens bei Erreichen des Rentenalters zurückbezahlt werden; beim Vorbezug ist die Rückzahlung freiwillig. Erfolgt sie nicht, reduzieren sich Rente und Kapitalbezug entsprechend. Steuerwirksame Einkäufe in die Pensionskasse sind allerdings erst nach der Rückzahlung des Vorbezugs wieder möglich.

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