Pummeluff, Bisasam, Schiggy und Pikachu erobern die reale Welt. Wer hätte das den knuffigen Figuren aus dem 1990er-Jahre-Computerspiel Pokémon zugetraut? Die Smartphone-App Pokémon Go bricht sämtliche Download-Rekorde. Und so funktioniert es: Die Spieler suchen über ihren Smartphone-Bildschirm in der realen Welt nach Pikachu und Co., fangen die Mönsterchen ein, trainieren sie und lassen sie -gegeneinander kämpfen.

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Draussen in der freien Wildbahn und nicht im dunklen Kämmerlein – dem bis anhin natürlichen Habitat der Computer-Nerds. Das führt mitunter zu seltsamen Situationen: Einige Spieler wurden in einem Park zu später Stunde von der Polizei verdächtigt, mit Drogen zu handeln – nach einigen Erklärungen hätten die Ordnungshüter das Spiel selbst heruntergeladen, so die verblüfften Aficionados. Eine junge Frau auf der Suche nach Glumanda fand stattdessen eine Wasserleiche.

Game-Changer für Augmented Reality

Pokémon Go habe mehr für die Gesundheit der Jugendlichen in einem Tag getan als Michelle Obama in acht Jahren, ist zu lesen, oder: Schwarze sollten die App nicht nutzen, denn auf uneingeweihte Polizisten würden Spieler verhaltensauffällig wirken. Und dass wegen fehlender Pietät Pokémon Go in Gedenkstätten verboten werden musste.

Google Glass sollte zum Game-Changer für Augmented Reality werden, nun ist das dem verrückten Pikachu gelungen. Bereits haben ihn die Werber zu ihrem Liebling erkoren und schwärmen von völlig neuen Reklameformen. Läden, Restaurants und Clubs locken mit der App Kunden an. Und Nachahmer-Apps werden folgen – viele, sehr viele.