Das Kartell der Apple-Pay-Verweigerer in der Schweiz bricht auseinander. Nun sollen auch Kunden der Kreditkarten-Firma Swisscard mit dem Apple-Handy bezahlen können. Diese gehört hälftig American Express und Credit Suisse.

Letztere war eben erst dem Twint-Club beigetreten, der die eigene, nationale Bezahl-App fördern will. Und Apple boykottiert. Bei der UBS, die das frühere Postfinance-Produkt Twint mittlerweile dirigiert, haben die Manager in die Tischkante gebissen. Der frisch gewonnene Allianzpartner geht bereits fremd.

Mühsames Gebastel

Die CS hatte keine Wahl. Alles spricht dafür, dass sich im Hause Swisscard die Amerikaner durchgesetzt haben, die auch anderenorts als Partner von Apple auftraten, um Bankenkartelle zu durchbrechen. Das zeigt der Blick auf die Details: Für Apple Pay zugelassen werden nur Karten der Labels American Express, Swisscard und Miles and More. Jene mit den Logos von Credit Suisse und Coop hingegen nicht. Deutlicher gehts nicht.

Wären die Schweizer Banken von ihrem Twint wirklich überzeugt, könnten sie den Kunden getrost die Wahl lassen. Doch sie sind es nicht. Noch ist Twint ein mühsames Gebastel. Im nächsten Januar soll es neu lanciert werden. Gelingt es den Banken, sinnvolle Funktionalitäten einzubauen, die es von Apple Pay abheben, hat Twint eine Chance. Sonst nicht. Mit und ohne eidgenössischem Kartell.