Der Backwarenkonzern Aryzta hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 (per Ende April) den Umsatz zwar deutlich gesteigert, dies aber vor allem wegen Akquisitionen und Währungseffekten. Die Verkäufe erreichten 2,83 Milliarden Euro, was einem Plus von 15,8 Prozent entspricht.

Während das organische Wachstum mit minus 1,4 Prozent rückläufig war, schlugen Akquisitionen mit plus 10,3 Prozent und Währungsveränderungen mit plus 6,9 Prozent zu Buche, wie das Unternehmen mitteilte.

Nordamerika schwach

Das organische Wachstum hat sich damit im dritten Quartal kaum verbessert: Es erreichte minus 2,3 Prozent, nach minus 2,4 Prozent im zweiten bzw. plus 0,5 Prozent im ersten Quartal. Während der Konzern in Europa sich leicht auf plus 1,8 Prozent von  plus 1,7 Prozent gesteigert hat, blieb das organische Wachstum in Nordamerika mit minus 6,7 Prozent nach minus 8,4 Prozent weiter sehr schwach.

Mit den Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten bei der Umsatzzahl zwar getroffen, bezüglich organischem Wachstum aber verfehlt. Der AWP-Konsens für den Food-Umsatz im Neunmonatsbereich lab bei 2,83 Milliarden Euro (2,74 bis 2,90 Milliarden) und jener für das organische Wachstum im dritten Quartal bei minus 1,7 Prozent (minus 4,5 Prozent bis minus 0,3 Prozent).

«Trotz der aktuellen kurzfristigen Schwäche sind wir zuversichtlich, dass unser Business-Modell intakt ist», wird CEO Owen Killian in der Mitteilung zitiert.

Ausblick gesenkt

Der Ausblick wurde derweil etwas gesenkt. Basierend auf einer flachen Umsatzentwicklung und dem Abbau der Origin-Beteiligung erwartet der Konzern einen (vollständig verwässerten) Gewinn pro Aktie (EPS) von ca. 400 Eurocent im Gesamtjahr 2014/15. Zuvor war von einem Plus am unteren Rand der Bandbreite von plus 7 bis 12 Prozent die Rede, was einen Wert von rund 450 Cent ergeben hätte.

Die Resultate der Agrar-Tochter Origin werden nicht mehr voll konsolidiert, da Aryzta seinen Anteil vor einigen Wochen auf 29 Prozent von 68 Prozent abgebaut hat.

Zum Ende März angekündigten Kauf der französischen Picard heisst es, dass man weiterhin auf die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden warte.

(awp/dbe/ama)

 

 

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