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Uhren
Hayek attackiert Google und Apple mit Betriebssystem

Nick Hayek: Der Swatch-CEO hat viel vor. Keystone

Swatch nabelt sich ab: Die Bieler entwickeln für ihre Smartwatches ein eigenes Betriebssystem als Alternative zu Apples iOS und Android von Google. Drittparteien erhalten Zugang zum System.

Veröffentlicht am 16.03.2017

Die Bieler Swatch Group hat heute bekannt gegeben, dass sie eine Alternative zu iOS und Android für Smartwatches entwickelt. In Modellen der Tissot-Marke soll das neue Betriebssystem Ende 2018 erstmals zum Einsatz kommen. Das Swatch-Betriebssystem soll auch Wearables und andere Geräte miteinander vernetzen können, sagte Swatchs CEO Nick Hayek in einem Interview. Die Technologie soll weniger Stromhunger als die Konkurrenz haben und die Privatsphäre der Nutzer besser schützen, meinte Hayek weiter.

Der Uhrenkonzern Swatch schöpft nach den Rückschlägen der vergangenen Jahre wieder Hoffnung: Die Zeichen auf eine Trendwende mehrten sich. «Wir haben in den ersten zweieinhalb Monaten eine starke Nachfrage gesehen, vor allem in Asien», sagte Konzernchef Nick Hayek auf der Bilanzpressekonferenz. Bei den hauseigenen Innovationen machen die Bieler vorwärts: Diesen Monat hatte Swatch den kleinsten Bluetooth-Chip der Welt präsentiert - er verfügt über den neuen Standard Bluetooth 5.0.

Skepsis angezeigt

«Ich bin nicht überzeugt», sagt Luca Solca, Luxusgüter-Analyst für Exane BNP Paribas. «Die Leute erwarten, dass sie die gleichen Apps, die sie mit ihren Mobiltelefonen benutzen, auch auf Smartwatches verwenden können. Ein proprietäres Betriebssystem steht dem im Wege.»

Swatch ist bereit, Drittparteien Zugang zum Betriebssystem zu geben, das die Bieler mit dem Swiss Center for Electronics and Microtechnology entwickelten. Die Firma habe bereits 100 Anfragen zu mehr Informationen erhalten, so Hayek.

(bloomberg/sda/chb)

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