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Feiern
Party am Strand, Feuerwerk, Gebete: So begann 2014

Die Einwohner von Samoa und der Line-Inseln Kiribatis im Pazifik verabschiedeten als Erste das alte Jahr. Den Abschluss der weltweiten Partys kommt erst noch.

Veröffentlicht am 01.01.2014

Auch in der Schweiz haben Hunderttausende das neue Jahr begrüsst. In Zürich und in Basel stiegen Feuerwerke in den Himmel, und traditionsgemäss läuteten die Kirchenglocken. In Berlin schossen bei der grössten Silvesterparty Deutschlands Tausende Raketen in den Nachthimmel. Rund zwei Millionen Gäste waren zum Jahreswechsel in die deutsche Hauptstadt gekommen. Viele strömten schon tagsüber zu der zwei Kilometer langen Partymeile im Herzen Berlins.

Stilvoll ging es in Paris zu. Auf den Champs-Élysées und am Eiffelturm wurde das neue Jahr mit Champagner begrüsst. Auf die Silvester-Knallerei musste allerdings verzichtet werden. Feuerwerkskörper waren strikt verboten - in der Vergangenheit hatte es viele schwere Verletzungen damit gegeben. Etwas ganz Besonderes hatten sich die Organisatoren in London ausgedacht: Wie in jedem Jahr hatte die Stadt vor der Kulisse von berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Turm mit der Glocke Big Ben zum Riesen-Feuerwerk mit Musik geladen.
Diesmal sollte das Erlebnis aber nicht nur für die Augen, sondern auch für den Geschmacks- und Geruchssinn sein. Dafür waren Nebel und Rauch mit Kirsch- und Erdbeerduft vorbereitet worden.

Spektakuläre Feuerwerke am Himmel

In anderen Ländern erstrahlten ebenfalls spektakuläre Feuerwerke am Himmel. So begeisterte etwa im australischen Sidney ein zwölfminütiges Spektakel die Menschen. Rund 1,6 Millionen Menschen waren gekommen, um sich am Hafen vor malerischer Kulisse um 14.00 Uhr Schweizer Zeit die Show anzusehen. Auch in Kuala Lumpur in Malaysia schoss ein imposantes Feuerwerk in die Höhe - einige Stunden später folgten Stockholm und Amsterdam.

Zu den Ersten, die das neue Jahr begrüsst hatten, gehörten um 11.00 Uhr Schweizer Zeit die rund 200'000 Menschen auf Samoa und auf den Line-Inseln Kiribatis. Auf Samoa wird zwar ähnlich wie in Europa gefeiert, in ländlichen Regionen sind aber keine Knallkörper und Tischfeuerwerk gefragt, sondern faga'ofe, selbst gemachte Kanonen aus zwei Meter langen Bambusstöcken. Sie werden mit Kerosin gefüllt und erhitzt. Eine Stunde später war es dann auch in Neuseeland so weit. Auckland, die grösste Stadt des Landes, bot ihren 1,5 Millionen Einwohnern Strand-Ambiente mitten in der Stadt - dort wurden vier Tonnen Sand ausgeschüttet. Um kurz vor Mitternacht (12.00 Uhr MEZ) lief bei lauen Sommertemperaturen auf einem Display am 328 Meter hohen Sky-Turm der Countdown. Auf der Südhalbkugel fällt Silvester in den Sommer.

Feier über viele Zeitzonen

Grosse Feiern gab es auch in Burma, Indonesien und China. Auf dem Roten Platz in Moskau begrüssten Tausende das neue Jahr mit einem minutenlangen Feuerwerk. Wegen der vielen Zeitzonen feierten die Menschen im Riesenreich 2014 zu unterschiedlichen Zeiten. So knallten die Sektkorken am Pazifik schon acht Stunden früher als in der rund 10'000 Kilometer entfernten Hauptstadt. Beim Knallen von Feuerwerkskörpern gab es an mehreren Orten allerdings auch Unfälle. Auf den Philippinen etwa mussten zahlreiche Menschen mit Verletzungen behandelt werden. In Österreich starb ein Mann bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers. 

In Brasilien haben 2,3 Millionen Menschen auf dem Copacabana-Strand von Río de Janeiro den Beginn des WM-Jahres gefeiert. Bei knapp 30 Grad gaben Musikbands, DJs, Sänger und Escolas de Samba auf drei Riesen-Bühnen den Ton an. Um 6.00 Uhr Schweizer Zeit rutschten auch die New Yorker ins neue Jahr. Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS startete sogar einen kleinen Feier-Marathon: Die ISS überquerte in der Silvesternacht gleich 15 Mal die Datumsgrenze. Auf Sekt musste die Crew allerdings offiziell verzichten: Alkohol ist an Bord verboten.

Papst fordert mehr Nächstenliebe

Papst Franziskus rief zum Ende des Jahres 2013 zu mehr Menschlichkeit und Nächstenliebe auf. «Wir sollten uns mutig fragen: Wie haben wir die Zeit verbracht, die Gott uns geschenkt hat? Haben wir sie vor allem für uns selbst verwendet oder haben wir es geschafft, sie auch für die anderen einzusetzen», sagte der Pontifex bei der Vesper zum Silvestertag im Petersdom in Rom.

(sda/se)

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