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Demonstrationen
Proteste gegen Fussball-WM in Brasilien

Demonstranten in Brasilien: Wut über Regierung und Fifa.   Keystone

Kurz vor dem Anpfiff zur Fussball-Weltmeisterschaft sind in Brasilien Tausende von Demonstranten wegen sozialer Missstände auf die Strassen gegangen. Am Pranger steht nicht nur die Fifa.

Veröffentlicht am 23.05.2014

Drei Wochen vor Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft haben im Gastgeberland Brasilien erneut tausende Menschen gegen Wohnungsnot und die hohen Kosten des Turniers demonstriert.

In São Paulo gingen nach Polizeiangaben am Donnerstag rund 15'000 Anhänger der Bewegung obdachloser Arbeiter auf die Strasse. Die Organisatoren selbst sprachen sogar von mehr als 30'000 Teilnehmern.

«Fifa geh' nach Hause»

Die Demonstranten forderten vor allem bessere Lebensbedingungen und bessere öffentliche Dienstleistungen. Kritisiert wurde auch der Welt-Fussballverband FIFA: «Fifa geh' nach Hause» hiess es auf Transparenten.

Nachdem es bei Demonstrationen gegen die WM zuletzt mehrfach zu Ausschreitungen und Zusammenstössen mit der Polizei gekommen war, blieb der Protestzug dieses Mal friedlich. In São Paulo findet am 12. Juni das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien statt.

Vorwürfe an Regierung

Brasilien wird seit Mitte vergangenen Jahres von sozialen Protesten erschüttert, bei denen die hohen Kosten für die Fussball-WM und die 2016 anstehenden Olympischen Spiele kritisiert werden. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, viel Geld in die Prestigeprojekte zu stecken und wichtige andere Aufgaben zu vernachlässigen. Zudem kommt es immer wieder zu Streiks bei der Polizei, im Nahverkehr und im Bildungswesen.

(sda/dbe/sim)

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