Die Einigung im Haushaltsstreit in den USA zwischen Demokraten und Republikanern sorgte nicht für Auftrieb. Die Investoren rechnen eher damit, dass die Fed nun Spielraum erhält, um das Tapering eher zu beginnen. Die Vorgaben aus den USA waren negativ und auch die Aktienmärkte in Asien weisen teilweise deutliche Minuszeichen auf.

Hierzulande haben Unternehmen aus der zweiten Reihe Zahlen vorgelegt. Von Konjunkturseite her werden Zahlen zur Industrieproduktion in Europa erwartet. Am Nachmittag folgen aus den USA die wöchentlichen Arbeitslosenanträge oder die Lagerbestände. Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.25 Uhr 0,36 Prozent tiefer bei 7'928,07 Punkten.

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Die Kursveränderungen unter den SMI-Titeln liegen vorbörslich homogen im Minus. Die Spanne der Abschläge liegt zwischen 0,2 Prozent und 0,5 Prozent. Auch die Index-Schwergewichte Novartis (-0,4 Prozent), Nestlé und Roche (je -0,3 Prozent) geben im Marktdurchschnitt ab. Letztere haben gestern eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Vermarktung eines Antikörpers zur Behandlung von Parkinson mit dem US-Unternehmen Prothena bekanntgegeben.

Grössere Verluste bei ABB und Holcim

Grössere Verluste werden bei den Zyklikern ABB (-0,5 Prozent) und Holcim (-0,6 Prozent) indiziert. Auch die Grossbanken UBS und CS geben mit -0,5 Prozent stärker ab als der Gesamtmarkt. Die defensiven Swisscom-Aktien weisen mit -0,2 Prozent die geringsten Minuszeichen auf. Ausserhalb der Blue-Chips weisen einzig die Logitech-Aktien (+0,4%, gemittelt 10,99 Franken) ein Plus auf. Das Kursziel wurde von BNP Exane auf 15 von 11 CHF angehoben. Die Titel des Herstellers von Computerzubehör würden sich in einer Neubewertung befinden, hiess es dazu. Der Analyst wertet den Wandel hin zum Bereich Smartphone- und Tablet-Zubehör positiv.

Auch Actelion (-0,3 Prozent, gemittelt 70.50 Franken) stehen tiefer. Barclays hebt das Kursziel auf 56 von 51 Franken und liegt damit noch immer weit unter dem aktuellen Kurs. Die Ziele des Pharmaunternehmens hingen weniger von der der Opsumit-Zulassung ab, sondern vielmehr von der Kostendisziplin des Unternehmens, schreibt der Experte. Im breiten Markt legte die zur Axpo-Gruppe gehörende CKW (kein vorbörslicher Kurs) Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vor. Der Reingewinn stieg aufgrund von Einmaleffekten um gut 25 Prozent, während die Gesamtleistung um 0,4 Prozent zulegte. Infranor (kein vorbörslicher Kurs) wies im ersten Semester trotz eines Umsatzanstiegs nur ein ausgeglichenes Ergebnis aus.

(reuters/se)