1. Home
  2. Digitales Leben: Adieu, Google Plus

Digitales Leben
Adieu, Google Plus

Google Plus

Google-Plus-Präsentation (im Jahr 2012): Der Dienst sollte Facebook Konkurrenz machen.

Quelle: Keystone/ AP

In der Regel liefert Google zahlreiche Produkte, die viele Nutzer lieben. Manchmal gibt es aber auch einen totalen Flop.

Von Tim Höfinghoff
am 14.12.2018

Nein, Google bietet nicht grundsätzlich schlechte Produkte. Aber beim sozialen Netzwerk Google Plus ist es eindeutig: ein Reinfall. Der Flop ist ungewöhnlich, weil Google in der Regel Angebote hat, die viele Nutzer lieben. Kein Wunder, dass Google unser Leben im Internet so krass dominiert. Beispiele gefällig? Als erstes steht die Google-Suche. Oder nutzt ­irgendjemand eine andere Suchmaschine? Irgendjemand? Dacht ich mir. Auch der Webbrowser Chrome ist sehr populär. Dies gilt ebenso für Google Mail, der Service hat 1,5 Milliarden Nutzerkonten. (Die Tops und Flops von Google: siehe die Bildergalerie unten.)

In den nächsten drei Monaten soll Schluss sein

Auch die Google-Tools zum Analysieren von Websites und Platzieren von Werbung im Netz sind begehrt. Ich bin Fan von Youtube – obwohl das Google nicht erfunden hat, sondern gekauft. Mit Google Plus ist nun jedoch Schluss, schneller als geplant. Nach einer erneuten Datenpanne wird es schon in den nächsten drei Monaten eingestellt.

Beim jüngsten Fehler sollen Infos von 53 Mil­lionen Nutzern betroffen sein. Falls ich einer davon bin: Die Ausbeute dürfte mager sein. In meinen Google Plus Circles herrscht nämlich gähnende Leere.

Immerhin: Acht Personen zähle ich zu meinen Followern, eine davon ist mir ­allerdings völlig unbekannt. Ich sage ­daher leise adieu zu Google Plus und bin ­sicher nicht der Einzige, der sich fragt: Google Plus, was war das eigentlich?

Anzeige

Die Tops und Flops von Google

Google Maps
Google Plus
Google Glass
Google Nexus Q.
Google Kontaktlinse
Google
Google Chrome Browser
Gmail
Google Maps
Google Plus
Google Glass
1|8

Top 1 - Google Suche: Die meisten Menschen suchen im Netz per Google.

Quelle: Keystone