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Medtech
Al Gore investiert in das Lausanner Startup Sophia Genetics

BERLIN, GERMANY - AUGUST 08:  Former Vice President Al Gore attends a press conference for 'An Inconvenient Sequel: Truth to Power' at Hotel Adlon on August 8, 2017 in Berlin, Germany.  (Photo by Matthias Nareyek/Getty Images for Paramount Pictures)
Al Gore: Der frühere US-Vizepräsident investiert gezielt in Unternehmen, die die Welt verbessern könnten.Quelle: 2017 Getty Images

Al Gores Investmentgesellschaft kauft über 10 Prozent an der Medtech-Firma Sophia. Das Startup will mit dem Geld den Börsengang aufgleisen.

Veröffentlicht am 04.01.2019

Sophia Genetics aus St.-Sulpice bei Lausanne gehört zu den vielversprechendsten Startups der Schweiz. Das sieben Jahre alte Unternehmen entwickelt Daten-Analysen für medizinische Behandlungen. Ärzte können die Daten beispielsweise verwenden, um Krankheiten bei Patienten schneller zu entdecken. Bereits nutzen über 850 Spitäler rund um den Globus die Daten des Jungunternehmens – auch Pharmakonzerne, darunter Novartis und Roche, gehören zu den Kunden.

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Das Geschäftsmodell überzeugt namhafte Investoren wie Ex-US-Vizepräsident Al Gore: Der von ihm präsidierte Fonds Generation Investment Management übernimmt über 10 Prozent am Schweizer Startup. Total fliessen Sophia Genetics 77 Millionen Dollar neue Mittel zu, wie die Agentur Bloomberg berichtet – nebst Gores Fonds beteiligen sich auch mehrere bisherige Aktionäre stärker am Unternehmen. Insgesamt hat Sophia seit der Gründung 140 Millionen Dollar Kapital erhalten.

Jurgi Camblong, Co-Fondateur et CEO de Sophia Genetics, s’exprime lors d’une conference de presse, du leader mondial de la medecine basee sur les donnees Sophia Genetics, ce mercredi 19 octobre 2015 au Campus Biotech a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)
Sophia-Genetics-Chef Jurgi Camblong: Der Franzose ist einer der Mitgründer des Unternehmens, welches als sogenanntes Spin-Off der ETH Lausanne entstand.
Quelle: © KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI

Sophia Genetics will den Vorsprung verteidigen

Mit dem frischen Geld will Sophia Genetics den Börsengang aufgleisen. «Wir wollen uns in den nächsten zwei Jahren darauf vorbereiten, uns einen IPO leisten zu können», sagte Sophia-Genetics-Chef Jurgi Camblong zu Bloomberg. Mit dem Schritt an den Kapitalmarkt will Sophia Genetics die führende Position bei der datengesteuerten Medizin verteidigen. «Wir glauben, dass es einen Medtech-Anbieter geben wird, der diesen Markt dominieren wird», so Camblong.

Der IPO von Sophia Genetics könnte eine in der Schweiz bislang selten gesehene Dimension erreichen: Denn das Startup wird als ein  Schweizer «Einhorn» gehandelt – es gehört also zu jenen raren Unternehmen, die an der Börse mit einem Marktwert von über einer Milliarde Dollar starten könnten. Das ist eine stolze mögliche Bewertung für ein Unternehmen, welches heute lediglich 230 Mitarbeiter vor allem in der Schweiz und Boston beschäftigt. In diesem Jahr will Sophia laut Camblong hundert weitere Angestellte finden.

(mbü)