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Mode
Das Billett an den Füssen

Kein Scherz, sondern clevere Marketingidee: Ein Turnschuh im Design der Sitzbezüge der Berliner U-Bahn.

Adidas kooperiert für einen Sneaker mit den Berliner Verkehrsbetrieben. Turnschuh-Produzent On findet die Idee grossartig.

Von David Torcasso
am 12.01.2018

Sportgiganten wie Adidas, Puma oder Nike sind grosse Konkurrenten im hart umkämpften Sneaker-Markt. Gilt ein Modell noch als hip, kann es in der nächsten Saison schon vorbei sein. Deshalb lancieren die Sportartikel-Hersteller jährlich Hunderte von Modellen – und gehen dabei nicht selten Partnerschaften ein, mit Stars oder mit anderen Labels.

Doch mit der jüngsten Partnerschaft ist Adidas ein aufsehenerregender Marketingcoup gelungen, der in der Szene für Gesprächsstoff gesorgt hat. Der Weltkonzern aus Herzogenaurach hat sich nämlich mit den Berliner Verkehrsbetrieben, kurz BVG, zusammengetan und einen eigenen Sneaker lanciert. Für das Design diente nichts Geringeres als das Muster der BVG-Sitzbezüge in der Berliner U-Bahn, welches Millionen von Menschen jeden Tag anschauen und sich darauf setzen. 

Sneaker mit ÖV-Billett 

Doch damit nicht genug: Im Schuh ist ein Jahresabonnement für die Berliner Verkehrsbetriebe eingearbeitet. Den Schuh gibt es für 180 Euro zu kaufen. Mit dem Wert als Sammlerobjekt – es gibt nur 500 Exemplare – und dem Abo dazu ein wahres Schnäppchen. Und wenn der Kontrolleur kommt, einfach die Schuhsohle heben und weiterfahren. Theoretisch. Denn die Glücklichen, die einen solchen raren Schuh ergattern werden, stellen ihn wohl auf ein Podest, und hegen und pflegen den Schuh wie ein Schmuckstück. 

Doch die Aktion hat sich für Adidas bereits gelohnt: In den vergangenen Tagen diskutierten Sneaker-Fans lebhaft über das BVG-Modell auf Twitter. Die Strategie ist klar. Die Turnschuh-Hersteller locken ihre Zielgruppe mit limitierten Sondermodellen in die Shops, damit der Kult bestehen bleibt und die Käufer eine Marke «cool» finden. 

Schweizer Sneaker-Brand findet Idee gut

David Allemann, Mitgründer des erfolgreichen Schweizer Turnschuh-Herstellers On, findet die Idee von Adidas «passend, weil Mobilität zusammen mit der BVG zelebriert wird». Bevor Allemann vor sieben Jahren sein in mittlerweile in 50 Ländern operierendes Sneaker-Label gründete, war er selbst Werber bei Young & Rubicam

Adidas habe mit der Zusammenarbeit mit der BVG geschafft, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sagt Allemann. «Eine Marke muss immer wieder neue Experimente schaffen», sagt der On-Gründer. Er selbst scheint vieles richtig gemacht zu haben. Das Schweizer Label On ist die am schnellsten wachsende Laufschuh-Marke der Welt. 

Keine Schuhe, aber Erlebnisse

Das Schweizer Unternehmen, dessen Laufschuhe mit der Cloud-Technologie man mittlerweile an drei Millionen Füssen im In- und Ausland sieht, verfolgt diese Strategie auch und ist bestrebt, dem Kunden mehr als nur einen funktionalen Schuh zu bieten. «Wir organisieren beispielsweise einen Art-Run in Los Angeles durch den Art District, an dem die Leute an Graffitis vorbei joggen, selber sprayen und die Künstler vor Ort treffen können», erzählt Allemann. On tritt beim Anlass als Organisator auf und stellt Schuhe zum Testen zur Verfügung.

In der Schweiz bietet On den sogenannten «Zoo-Run» an, bei dem Sportbegeisterte an einem Abend im Juli nach Schliessung durch den Zürcher Zoo an den Tieren vorbei joggen können. Die neuste Idee von On: Ein Live-Konzert mit einer Band in einem Fitnesscenter in Zürich. Sport und Musik in einem.

Keine Kooperationen

Im Moment macht On aber keine Kooperationen, bei denen sie mit einem Partner gleich einen eigenen Schuh designen und lancieren. «Wir sind nach wie vor einen junge Marke, wachsen aber mittlerweile von allen Laufschuhmarken weltweit am schnellsten.»

Eine Kooperation und damit die Lancierung von limitierten oder speziellen Modelle mit anderen Brands oder Unternehmen sei kein Thema bei On. «Wir kooperieren nicht mit der VBZ sondern mit Weltklasse-Athleten, die schneller sind als das Züritram und mit On Medallien gewinnen», sagt Allemann

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David Allemann, Mitgründer vom Schweizer Laufschuh-Label On.
David Allemann, Mitgründer vom Schweizer Laufschuh-Label On.
Quelle: ZVG

Keine Schuhe, aber Erlebnisse

Das Schweizer Unternehmen, dessen Laufschuhe mit der Cloud-Technologie man mittlerweile an drei Millionen Füssen im In- und Ausland sieht, verfolgt diese Strategie auch und ist bestrebt, dem Kunden mehr als nur einen funktionalen Schuh zu bieten. «Wir organisieren beispielsweise einen Art-Run in Los Angeles durch den Art District, an dem die Leute an Graffitis vorbei joggen, selber sprayen und die Künstler vor Ort treffen können», erzählt Allemann. On tritt beim Anlass als Organisator auf und stellt Schuhe zum Testen zur Verfügung.

In der Schweiz bietet On den sogenannten «Zoo-Run» an, bei dem Sportbegeisterte an einem Abend im Juli nach Schliessung durch den Zürcher Zoo an den Tieren vorbei joggen können. Die neuste Idee von On: Ein Live-Konzert mit einer Band in einem Fitnesscenter in Zürich. Sport und Musik in einem.

Keine Kooperationen

Im Moment macht On aber keine Kooperationen, bei denen sie mit einem Partner gleich einen eigenen Schuh designen und lancieren. «Wir sind nach wie vor einen junge Marke, wachsen aber mittlerweile von allen Laufschuhmarken weltweit am schnellsten.»

Eine Kooperation und damit die Lancierung von limitierten oder speziellen Modelle mit anderen Brands oder Unternehmen sei kein Thema bei On. «Wir kooperieren nicht mit der VBZ sondern mit Weltklasse-Athleten, die schneller sind als das Züritram und mit On Medallien gewinnen», sagt Allemann