Schöne neue Welt bei Pampers: Dank des Baby-Überwachungssystems Lumi brauchen Eltern künftig nicht mehr selber an der Windel ihres Kindes zu schnüffeln – zumindest in den USA. Dabei misst ein wiederverwendbarer Sensor die Feuchtigkeit im Innern der Windel und warnt die Eltern über eine App.

Doch damit nicht genug: Der Sensor misst auch die Bewegung des Babys und zeichnet den Schlaf auf. Zum Paket gehört zudem eine Überwachungskamera des Schweizer Herstellers Logitech in Full-HD-Auflösung. Sie ist mit einer Zwei-Wege-Audio-Verbindung ausgestattet, so dass dem Baby auch von einem anderen Raum aus gut zugeredet werden kann.

Pampers Smart Set Lumi

Lumi: Das Set zur smarten Windel von Pampers ermöglicht die lückenlose Überwachung des Babys.

Quelle: Pampers
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Laut dem Tech-Portal «Heise online» misst die Kamera ausserdem Luftfeuchtigkeit und Zimmertemperatur und dient als Relais zwischen Windelsensor und App.

Neben Logitech hat die P&G-Marke Pampers auch den Techgiganten Alphabet an Bord geholt: Die Tochterfirma Verily ist für Software, Sensoren und die Online-Plattform zuständig.

Auf der App lassen sich auch Still- oder Fläschchenzeiten eintragen. Zusammen mit den getrackten Daten bekommen Eltern ein Tool, mit dem sie den Tagesablauf des Babys nachverfolgen und optimieren können.

Logitech

Die Kamera von Logitech hält über der Wiege Wache.

Quelle: Pampers

Preis noch offen

Bleibt die Frage, ob es viele Eltern stört, dass die Google-Mutter Alphabet mit Lumi eine weitere Datenquelle bekommt. Für das System, das ab Herbst zunächst in den USA verfügbar sein wird, gibt es bereits eine Warteliste.

Testerin Samantha Payne zeigt sich gegenüber der Zeitung «USA Today» begeistert: «Lumi war eine grosse Hilfe für uns, eine Routine festzulegen», so die 29-Jährige. Vor allem beim ersten Kind könnten sich Eltern glücklich schätzen, wenn dies mit dem neuen System auf Anhieb gelinge.

Der Preis für Lumi ist bisher noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass die Sensoren nur mit speziellen Lumi-Windeln funktionieren, die laut Pampers «nicht viel mehr» als normale Pampers kosten sollen. Zudem muss der Sensor alle drei Monate ausgetauscht werden.

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Bisherige Baby-Überwachungssysteme mit Live-Tracking – wie etwa die smarte Socke von Owlet – kosten im Bereich von 250 bis 300 Dollar.

Pampers App

Die App hilft bei der Erstellung einer Tagesroutine.

Quelle: Pampers