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Online-Werbung
Digitale Werbeausgaben sind zu niedrig

Digitalisierung
Digital einkaufen: Obwohl die Leute immer digitaler werden, steigen die Werbeausgaben nicht. Quelle: Getty Images

Der Konsum digitaler Medien in der Schweiz ist zwar ausgeprägt. Doch die Werbeausgaben haben sich nicht angepasst.

Veröffentlicht am 27.04.2018

Die Schweiz ist einer der fortschrittlichsten Märkte für Internet- und Mobilfunknutzung in Zentraleuropa, besagt eine aktuelle Prognose von eMarketer. Über 85 Prozent der Schweizer surfen im Internet, mindestens 75 Prozent nutzen ein Smartphone

Doch während die digitale Nutzung stark zugenommen hat, sind die Ausgaben für digitale Werbung in der Schweiz hinter den meisten westeuropäischen Ländern zurückgeblieben. eMarketer schätzt, dass in diesem Jahr etwas mehr als ein Fünftel des Medienbudgets auf digitale Werbung entfallen wird. Zum Vergleich: In Schweden, das ähnliche Nutzungsraten wie die Schweiz aufweist, wird die digitale Werbung fast die Hälfte aller Medienbudgets ausmachen.

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Digitale Werbeausgaben
Die Ausgaben für digitale Werbung steigen in der Schweiz – aber decken nicht das Verhalten der Bevölkerung ab.
Quelle: ZVG

Traditionelle Medien wie Print und TV ziehen in der Schweiz nach wie vor ein grosses Publikum an – dort geben Werber ihr Geld aus. Denn hierzulande sind Bedenken über Daten und Privatsphäre – vor allem auf Social Media – weit verbreitet. Das führt dazu, dass Werber ihre Budgets mit Vorsicht für Social Media verwenden. Dies hat insgesamt zu niedrigen digitalen Werbeausgaben geführt.

Vertrauen in digitale Medien steigt

eMarketer schätzt jedoch, dass das Vertrauen in digitale Medien in der Schweiz zunehmen wird. In diesem Jahr werden die digitalen Ausgaben in der Schweiz um mehr als 7 Prozent auf rund eine Milliarde Franken steigen, schätzt der Marketingdienstleister. 

«Obwohl der Anteil von Digitalem am gesamten Anzeigenmarkt in der Schweiz gering ist, wird mehr als die Hälfte der Ausgaben für digitale Werbung in diesem Jahr auf mobile Anwendungen entfallen», sagt Jasmine Enberg, Analystin bei eMarketer. «Das zeigt die hohe Smartphone-Penetrationsrate der Schweiz auf. Damit ist dieser Markt neben den nordischen Ländern einer der fortschritltichsten», so Enberg

(tdr/mlo)