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Technologie
Mit diesem Google-Tool können Firmen AI trainieren

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Google-Werbung bei der CES: Ein Tool soll Nutzern das Training von AI vereinfachen. Quelle: Keystone

Gute Suchfunktionen sind für Webshops essenziell. Google bietet jetzt ein Tool, dass Firmen beim Training von künstlicher Intelligenz helfen soll.

Karen Merkel
Von Karen Merkel
am 17.01.2018

Online-Shopper sind bequem. Wenn sie ein Web-Angebot durchsuchen, wollen sie schnell und mit wenigen Stichworten die passgenaue Auswahl parat haben – sei es, dass sie das Sortiment eines Schuhverkäufers durchsuchen oder das Videoangebot eines Streamingdienstes.

Genau hier hakt es in vielen Bereichen noch. Selbst fortgeschrittene Online-Verkäufer wie Zalando bieten oft ein Suchangebot, in dem die Filter recht umständlich zu setzen sind. So kann der Nutzer etwa nach Farben, Marken oder Preis filtern, aber dann stösst die Suche an ihre Grenzen. Möchte ein Nutzer etwas beige Sommerchinos finden oder Sommertops mit halblangem Ärmel, ist das oft noch mit viel Scrollen verbunden.

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Google-Tool zum Training mit künstlicher Intelligenz

Wer die Nase vorn hat im Online-Handel, darüber wird zu einem grossen Teil auch der Komfort des Webshops entscheiden. Es gibt viele Wege, diesen zu verbessern – einen davon lanciert Google am Mittwoch.

Der Suchmaschinen-Riese bietet das AI-Tool «Cloud AutoML» an. Firmen können diesen neuen Dienst dazu verwenden, um eigene Anwendungen zu trainieren. Bilder hochladen, vertaggen und dann über die Software die Anwendung trainieren. «Es braucht ein Grundverständnis dafür, wie diese Datenbanken funktionieren, darum richtet sich das Tool an Entwickler», sagt Fei-Fei Li, Chef-Forscherin für Cloud AI bei Google, bei der Präsentation des Dienstes. «Es braucht aber keine speziellen Kenntnisse in Data Sience.»

Disney arbeitet mit dem Bildersuche-Tool

Die Anwendung solle sich an ein möglichst breites Publikum wenden, so Fei Fei Li. Das Google-Tool solle allen offenstehen.

Die Nutzer hätten über ein bestimmtes Auswertungstool auch die Möglichkeit, die Wirksamkeit ihrer Trainings zu überprüfen. «Disney, Urbanoutfitters und der Zoologische Gesellschaft London arbeiten bereits mit dem Dienst», so die Wissenschaftlerin. Disney zum Beispiel nutze die Anwendung, um den Shop zu organisieren. Die Zoologische Gesellschaft habe ein anderes Ziel: Sie speist Bilder von Tieren ein, die in der Freiheit beobachtet wurden und sucht per AI nach wiederkehrenden Mustern bei den Wildtieren.

Anders als viele Anwendungen bei Google ist dieses nicht kostenfrei: Unternehmen zahlen für Nutzung, je nach verbrauchten Kapazitäten. Aktuell funktioniert der Dienst für Bilder – Text, gesprochene Sprache und Video sollen folgen.

Cloud AutoML: Nutzer können Bildersuche per Training verfeinern - AI für den Hausgebrauch quasi.