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Digitalisierung
SBB lancieren Digitalisierungs-Fonds

Andreas Meyer
SBB-Chef Andreas Meyer: Der Gegentrend zur Technologisierung ist der menschliche Kontakt.Quelle: © KEYSTONE / ANTHONY ANEX

Die SBB werfen 10 Millionen Franken auf, um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Berufswelt zu erforschen.

Veröffentlicht am 27.11.2018

Am Montag haben die SBB und ihre Sozialpartner den neuen Gesamtarbeitsvertrag formell unterzeichnet – und gleichzeitig einen Blick in die Zukunft geworfen. Was sind die Herausforderungen des Staatsbetriebs? Wo entstehen Arbeitsplätze, wo fallen Jobs weg? Welche Kompetenzen braucht die SBB, um in einer digitalisierten Welt bestehen zu können?

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, lancieren die SBB zusammen mit ihren Verbänden nun einen so genannten Digitalisierungsfonds. Er soll, so die SBB, der «schweizweit» erste sein. Die Bundesbahnen speisen ihn mit 10 Millionen Franken. SBB-Chef Andreas Meyer sagt dazu: «Wir gehen den digitalen Wandel sozialpartnerschaftlich an und blicken dabei weit über den Horizont des neuen Gesamtarbeitsvertrages hinaus.»

Analyse von Chancen und Risiken

Konret soll der Fonds Studien und Projekte finanzieren, welche unternehmerische Chancen und Risiken für die SBB und ihre Angestellten analysieren soll. Die Resultate der Analysen sollen dann in einen Handlungsrahmen für die Gestaltung zukünftiger Rahmenbedingungen und Arbeitsverträge münden.

SEV-Präsident Giorgio Tutti sagt, dezentrale und felxible Arbeitsformen würden Ängste auslösen. Die Personalverbände wollten deshalb sicherstellen, dass die SBB-Mitarbeitenden auch in der neuen digitalen Arbeitswelt «einen dem GAV gleichwertigen sozialen Schutz erhalten».

Menschlicher Kontak als Gegentrend

Die SBB sind gemäss Mitteilung überzeugt, dass engagierte Mitarbeitende auch in Zukunft der wichtigste Faktor für ihren Erfolg bleiben werden. Denn: Der persönliche, menschliche Kontakt gewinne an Bedeutung, als Gegentrend zur zunehmenden Technologisierung.

Ausserhalb der Bemühungen mit dem Digitalisierungsfonds ermöglichen es die SBB ihren Angestellten bereits heute, regelmässig bezahlte Standortbestimmungen vorzunehmen, um beruflich weiterzukommen.

(spm)

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