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Skepsis
In der Schweiz hat es zu viele Fintech-Startups

Fintech: «Viele werden verschwinden». Vimeo

140 Fintech-Firmen gibt es in der Schweiz. Weil in den letzten Monaten die Wagniskapital-Investitionen rapide gesunken sind, glauben Experten nicht, dass diese Unternehmen alle überleben können.

Veröffentlicht am 08.05.2016

Angesichts global einbrechender Wagniskapital-Investitionen fürchten Experten eine Pleitewelle in der Schweizer Fintech-Szene. «Es gibt etwa 140 Fintech-Unternehmen in der Schweiz. Das sind zu viele», sagt der Zürcher Web-Unternehmer Marc Bernegger, der selbst mehrere Firmen gegründet und verkauft hat, der «NZZ am Sonntag».

«Nicht für jedes Crowdfunding-Projekt oder jede Peer-to-peer-lending-Plattform gibt es einen Markt.» Nur eine kleine Anzahl an Fintechs werde sich in der Schweiz durchsetzen, fürchtet auch Adriano Lucatelli, Unternehmer und Dozent an der Uni Zürich. «Viele weitere werden verschwinden.»

Investitionen eingebrochen

Im ersten Quartal wurden global nur noch 25,5 Milliarden Dollar an Wagniskapital investiert, heisst es in einer Studie der Revisionsgesellschaft KPMG, aus der die «NZZ am Sonntag» zitiert. Im dritten Quartal 2015 waren es noch 39 Milliarden Dollar.

Vor wenigen Tagen musste das Münchner Fintech-Unternehmen Paymill Insolvenz anmelden, dem Wagniskapital-Investoren bereits 18 Millionen Dollar anvertraut hatten. Als «Fintechs» werden Unternehmen bezeichnet, die mit digitalen Innovationen Banken und Vermögensverwalter angreifen.

(gku)

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