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EU stellt Bedingungen für Linkedin-Übernahme

Linkedin auf dem Smartphone: Microsoft muss Bedingungen erfüllen. Keystone

Microsoft darf Linkedin unter Auflagen übernehmen. Dies entschied die EU-Kommission. Allerdings gibt es strenge Bedingungen um zu verhindern, dass das Karrierenetzwerk Nutzern aufgezwungen wird.

Veröffentlicht am 06.12.2016

Die EU-Kommission erlaubt dem Softwareriesen Microsoft die Übernahme von Linkedin - stellt aber eine Reihe von Bedingungen.

Die Auflagen sollen sicherstellen, dass es weiterhin genug Konkurrenz zwischen Karriere-Netzwerken in Europa gibt, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter am Dienstag mit. Die Zusagen gelten für eine Dauer von fünf Jahren im gesamten europäischen Wirtschaftsraum.

Kein Zwang zu Linkedin

Microsoft hat zugesagt, dass PC-Hersteller und Händler nicht gezwungen werden, Linkedin in Windows zu installieren. Wenn das Betriebssystem vorinstalliert ist, müssen Nutzer Linkedin entfernen können. Konkurrierende Anbieter von Karriere-Netzwerken müssen die Möglichkeit haben, ihre Produkte mindestens so kompatibel mit dem Microsoft-Office-Paket zu halten, wie sie es heute sind.

Schliesslich müssen andere Anbieter Zugang zum Softwareentwickler-Portal «Microsoft Graph» bekommen. Das Portal wird für die Entwicklung von Anwendungen und Diensten genutzt, die mit Zustimmung des Nutzers auf in der Microsoft-Cloud gespeicherte Daten zugreifen können. Entwickler könnten die Daten laut EU-Kommission nutzen, um neue Mitglieder für ihre Karriere-Netzwerke zu gewinnen.

(sda/gku)

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