Die Bezahlschranken auf Tamedia-Nachrichtenplattformen sind noch kein Erfolg: Insgesamt zählt das Unternehmen nur 18'371 Digital-Abonnenten. Die Paywalls zu entfernen, kommt für den Medienkonzern aber nicht in Frage.

Die Zahlen zeigen mit einem Plus von 40 Prozent zwar steil nach oben - doch sie gehen von einem tiefen Punkt aus. Die Plattformen von «Tages-Anzeiger», «Bund», «24 heures», «Tribune de Genève» und «Berner Zeitung» hatten per Ende 2015 lediglich 18'371 Abonnenten - und dies nicht etwa pro Plattform, sondern zusammengerechnet.

Weitere Schranken in Planung

«Wir sind noch nicht zufrieden», räumte Tamedia-Chef Christoph Tonini am Dienstag vor den Medien ein. Die Zahl der Abonnenten sei noch nicht genügend hoch.

Die Paywalls niederzureissen und die Inhalte wieder gratis anzubieten, kommt für ihn aber nicht in Frage - im Gegenteil. Das digitale Bezahlmodell wird in den kommenden Monaten ausgebaut: Im Frühling werden «Landbote», «Zürcher Unterländer» und die «Zürichsee-Zeitung» neu kostenpflichtig. Ebenfalls in diesem Jahr wird bei «Le Matin» die Paywall hochgezogen. Geplant sind zudem titelübergreifende Bezahlmodelle.

(sda/gku/ama)

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