Nach Verfahren deutscher und europäischer Wettbewerbshüter wird Apple die Hörbücher für seine iTunes-Plattform nicht mehr nur exklusiv bei der Amazon-Tochter Audible beziehen. Die EU-Kommission und das deutsche Kartellamt begrüssten am Donnerstag den Schritt und stellten ihre Verfahren ein.

Diese gingen auf eine Beschwerde des Börsenverbands des Deutschen Buchhandels zurück. Der Verband, der die Interessen von Verlagen und Buchhandlungen vertritt, ging gegen die Exklusiv-Vereinbarungen vor, nach denen Apple die Hörbücher für seinen Download-Dienst nur bei Audible bezog. Audible belieferte zugleich keine anderen Musikplattformen. Diese weltweite Exklusivität wurde zum Januar aufgehoben.

Mehr Wettbewerb erwünscht

Audible wird weiter mit Apple zusammenarbeiten - die Verlage können nun aber auch direkt ihre Hörbücher dem iPhone-Konzern anbieten. Das deutsche Kartellamt und die EU-Kommission hoffen nun auf mehr Wettbewerb und niedrigere Preise für Konsumenten. Zugleich ist die iTunes-Plattform nur einer von vielen Playern im Hörbuch-Markt.

(sda/gku)
 

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