Daniel Müller hat zu viel Geld. Im vergangenen Jahr haben seine Kunden wieder mehr auf ihre Konten einbezahlt, als er über Kredite loswerden konnte. Es ist Jahresende und Müller ruft der «Handelszeitung» das voraussichtliche Ergebnis seiner Bank ab. Er kann das jederzeit tun. Denn er ist der Chef der Bank, ihr einziger Vollzeit-Angestellter, und die Bank macht kaum etwas anderes als Sparkonten und Hypotheken. Das ist simpel. Doch so schwierig wie heuer war das Geschäft noch nie.

Willkommen bei der Ersparniskasse Speicher (EKS), der kleinsten Bank der Schweiz. 1,9 Stellen gibt es hier, verteilt auf drei Angestellte. Ende Jahr hatte die Bank 79 Millionen Franken in der Bilanz. Es bräuchte 12'000 Ersparniskassen, um auf die Grösse der UBS zu kommen.