Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Das war schon vor Goethes Faust so und gilt auch heute noch. Offensichtlich hängen die Menschen gerade in der letzten Zeit wieder besonders stark am Edelmetall.

Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spezialisiert. Die jährliche Performance des Musterdepots seit Start im April 2010 beträgt +14,6 Prozent (DAX: +7,8 Prozent).

Transparenzhinweis: Der Autor berät Anlageprodukte. In diesem Beitrag besprochene Aktien können zum Anlageuniversum zählen.

So stieg das Volumen im SPDR Gold Trust (ISIN: US78463V1070), dem grössten Gold- ETF der Welt, in dem Gold physisch hinterlegt ist, in den letzten zwölf Monaten um ein Drittel auf 1179 Tonnen. In den letzten zwei Jahren legte das dort hinterlegte Gold sogar um 55 Prozent zu.

Die erhöhte Nachfrage zeigt sich auch am gestiegenen Goldpreis oder sie ist vielleicht auch eine Folge des höheren Preises. War das Edelmetall fast drei Jahre lang zwischen 2016 und Mitte 2018 per Saldo nur vor sich hingedümpelt, so erlebt das gelbe Metall seit Ende 2018 einen fulminanten Aufstieg. Der Kurs kletterte seither um bis zu 60 Prozent auf ein neues Allzeithoch bei 2069 Dollar je Unze im Sommer 2020.

Hohe Gewinne mit Gold-Calls

Die Redaktion von HZ Invest hatte Gold in letzter Zeit immer wieder empfohlen. Zuletzt beispielsweise Anfang Juli. Danach kam es in nur vier Wochen zu einem ungewöhnlich starken Kursschub in dieser kurzen Frist beim Edelmetall von 15 Prozent. Der dabei ebenfalls empfohlene Call (ISIN: DE000PS7JS31, Laufzeit endlos, Basis und Knock out aktuell 1295,26 Dollar) explodierte dabei sogar um 50 Prozent.

Noch deutlich höhere Gewinne waren bei Einstieg nach unserer Empfehlung vor einem Jahr drin. Seit vergangenem Dezember bringt Gold nämlich ein Plus von mehr als 40 Prozent und der genannte Call hatte sich zwischenzeitlich sogar verdreifacht.

Goldzyklus – 95 Prozent Trefferquote…

Dabei können Anleger mit Gold schon seit vielen Jahren fast schon hundertprozentig sicher schöne Kursgewinne machen. Auf jeden Fall, wenn man die Wahrscheinlichkeit und die Statistik zu Rate zieht und den Goldzyklus beachtet. Es fällt nämlich auf, dass Gold seit 2005 im jeweiligen Folgejahr zuverlässig gestiegen war.

Konkret zeigt sich in dem Zeitraum von 15 Jahren nach einem Einstieg Ende November oder Anfang Dezember irgendwann im darauffolgenden neuen Jahr ein Kursplus bei Gold von zumindest etwa acht Prozent. Bei einem einzigen Ausrutscher im Crashjahr für Gold in 2013 ergibt sich dabei eine Trefferquote von rund 95 Prozent!

… zumindest acht Prozent schneller Gewinn waren so gut wie immer drin

Der Goldzyklus bedeutet zwar nicht, dass Gold nach Einstieg Ende des Jahres im Folgejahr am Ende ganz sicher höher notieren wird. Aber die genannten rund acht Prozent waren immer drin mit Ausnahme 2013, und manchmal, wie etwa in 2020, lag der Gewinn wie erwähnt auch deutlich höher.

Angesichts der hohen Trefferquote bei Spekulation auf den Goldzyklus von rund 95 Prozent steigen Goldanleger jetzt ein und setzen darauf, dass der Preis des Edelmetalls im Laufe 2021 wie schon fast jedes Mal seit 2005 irgendwann ein Plus von zumindest rund acht Prozent liefern wird.

Anleger haben das Allzeithoch schon im Visier

Möglicherweise blasen Anleger im nächsten Jahr sogar zum Sturm auf das Allzeithoch vom August. Denn fundamental betrachtet gibt es mehr als einen Grund für einen hohen Goldpreis. Das Nullzinsumfeld wird noch lange andauern – und null Zins macht Gold grundsätzlich attraktiv.

Dann das Risiko. Die Länder rund um den Globus pumpen schier unfassbare Summen in die Wirtschaft und Gesellschaft zur Minderung der Folgen der Corona-Pandemie. Aber das ist alles nur gedrucktes Geld, Staatsverschuldung ohne Produktion und Gegenleistung! Und hohe Staatsschulden erhöhen die Risiken und Unsicherheit auch in Hinblick auf die Stabilität von Währungen.

Silber verspricht noch höhere Gewinne…

Da der Silberpreis meist mehr oder weniger im Schlepptau der Goldnotierung läuft, könnte das Edelmetall Nr. 2 jetzt sogar noch attraktiver sein. Da ist nämlich das Gold-Silber-Ratio, also das Verhältnis Unzenpreis Gold zu Unzenpreis Silber.

Das langjährige Mittel dieses Preisverhältnisses liegt bei 68. Gold war also langfristig betrachtet im Durchschnitt 68 Mal so teuer wie Silber. Aktuell kostet Gold 76 Mal so viel wie Silber. Da das Gold-Silber-Ratio im Sommer noch bei über 90 lag, hat sich das Verhältnis also schon zu Gunsten von Silber verbessert. Der Trend läuft damit für Silber.

Mit einem Call auf Silber (ISIN: DE000PN0B7L6, Laufzeit endlos, Knock out aktuell 16,48, Basis 16,0 Dollar) setzen Anleger also nicht nur auf den Goldzyklus und höhere Preislevels beim Edelmetall Nr. 1, sondern auch noch auf die Fortsetzung des aktuellen Trends beim Gold-Silber-Ratio.

… Preissteigerungen von 20 Prozent sind drin

Steigt Gold wie die Wahrscheinlichkeit vermuten lässt im Laufe 2021 zumindest um acht Prozent, sollte der Preis bei 1980 Dollar je Unze oder höher liegen. Zieht Silber mit und geht gleichzeitig das Gold-Silber-Ratio weiter in Richtung Durchschnittsverhältnis 68, dann könnte Silber von derzeit 24 Dollar auf 29 Dollar klettern.

Während der oben genannte Gold-Call (ISIN: DE000PS7JS31) bei einem Unzenpreis von 1980 Dollar und einem aktuellen 3er-Hebel ein Plus von rund 25 Prozent bringt, liefert der Silber-Call ebenfalls bei 3er-Hebel bei einem Anstieg der Silbernotierung um 20 Prozent auf 29 Dollar sogar einen Gewinn von rund 50 Prozent.