Herr Manz, ist es besser, ausländische Währungen schon in der Schweiz zu wechseln oder erst im Zielland?
Benjamin Manz*: Hauptwährungen wie Dollar und Euro ­werden am besten bei der Hausbank in der Schweiz gewechselt.

Wieso bei der Hausbank?
Weil eine Fremdbank, bei der Sie nicht Kunde sind, oft noch einen Zuschlag für das Wechseln von Fremdwährungen ­verlangt. Im Euroraum können Sie aber genauso gut Geld mit einer Debitkarte am Automaten im Reiseland beziehen.

Mit Debitkarte meinen Sie die EC-Karte.
Ja, am häufigsten ist die Maestro-Karte. Es gibt aber auch noch die V-Pay- und die PostFinance-Karte.

Ist die EC-Karte auch empfehlenswert, wenn ich in ein exotischeres Land verreise?
Ja. Bei Nebenwährungen ist es sogar empfehlenswert, das Geld im Ferienland zu beziehen. Das kommt meistens günstiger als ein Wechsel in der Schweiz.

Im Laden im Ausland werde ich gefragt, ob ich in Schweizer Franken 
oder in ausländischer Währung ­bezahlen will. 
Was empfehlen Sie?
Immer in der ­Währung des Landes bezahlen, in dem Sie 
einkaufen.

Anzeige

Wieso?
Ansonsten fallen meist sehr hohe Gebühren an.

Soll ich im Ausland im Laden mit Debit- oder mit Kreditkarte bezahlen?
Als Faust­regel gilt: kleinere Beträge eher mit der Kredit-, grössere mit der Debitkarte.

Woran entscheidet sich das?
Bei der Kreditkarte sind die Fremdwährungskosten 
prozentual zum Einkaufsbetrag. 
Je grösser dieser ist, desto höher sind die Kosten. Bei Debitkarten fällt ein absoluter Kostenbetrag an, der unabhängig von der Höhe des Einkaufsbetrags gleich bleibt.

Ab welchem Betrag ist die EC-Karte besser?
Ab 100 bis 200 Franken. Das kommt auf die Gebühren Ihrer Karte an.

Wer mit Kreditkarte bezahlt, erhält nicht den besten Wechselkurs. Der Kunde bezahlt drauf. Wie viel?

1,4 bis 2 Prozent. Dazu kommen Bearbeitungsgebühren.

Mit welchen Karten fahre ich dabei tendenziell besser im Ausland?
Häufig schneiden in der Gesamtkosten-Analyse die Coop-Supercardplus, die Migros-Cumulus-Mastercard und die PostFinance-Karten gut ab. Schliesslich kommt es aber auf die persönliche Nutzung an – deshalb lohnt sich ein individueller Vergleich.

* Benjamin Manz ist Geschäftsführer vom Finanzvergleichsportal Moneyland.ch. Er hat unter anderem Kreditkartengebühren von verschiedenen Anbietern analysiert.