Sie haben als junger Mensch eine Bank­lehre bei der Credit Suisse gemacht. Weil Sie ­wollten – oder weil Ihre Eltern es wollten?
Stephan Lichtsteiner: Der Tipp kam von meinen Eltern, aber final war es mein Entscheid. Ich wollte zwar schon von jeher unbedingt Fussballer werden, wusste aber auch, dass es fahrlässig wäre, daneben alles andere zu vernachlässigen. Klar, ein Junior in Brasilien wird von Beginn weg nur auf die eine Karte Fussball setzen können – aber in der Schweiz haben wir zum Glück ein berufliches Auffangnetz.

Warum der Weg über die Bank?
Für Finanzthemen interessierte ich mich schon als Bub. Und die Lehre konnte ich optimal mit dem Fussball kombinieren. Die KV-Lehre fiel auf meinen Beginn als Junior bei den Grasshoppers, mein Leben spielte sich damals in einem kleinen Zürcher Dreieck ab: Hardturm-Stadion, CS-Filiale am Schaffhauserplatz und Berufsschule am Escher-Wyss-Platz. Woran ich mich lebhaft erinnere: Am Tag, nachdem wir mit GC Schweizer Meister wurden, musste ich zur Lehrabschlussprüfung antraben.