Sowohl für Ein­familienhäuser als auch für kleine (2 bis 3,5-Zimmer) und grosse Wohnungen (4 bis 5,5-Zimmer) in den meisten Grossagglomerationen der Schweiz müssen die Käufer derzeit weniger Geld auf den Tisch legen (siehe Grafik). Dies zeigt eine Auswertung der Verkaufspreise im zweiten Quartal 2018 durch die Onlineplattform ImmoScout24 im Auftrag der «Handelszeitung».

Eine Ausnahme bildet der Grossraum St. Gallen, in der über sämtliche Kategorien ein Preisanstieg festgestellt wurde. «Die Zahl leer stehender Wohnungen dürfte im laufenden Jahr weiter steigen und damit Preiskorrekturen nach sich ziehen», sagt Martin Waeber, Direktor von ImmoScout24.

Regionale Unterschiede bei Häuserpreisen

Am Stichtag 1. Juni 2018 waren laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) in der Schweiz 72 294 Wohnungen unbewohnt, so viele, wie letztmals im Jahr 1999. Gegenüber 2017 entspricht dies einem Plus von über 8000 Einheiten respektive 13 Prozent.

Die regionalen Unterschiede sind dabei allerdings erstaunlich: Laut dem BFS stieg der Leerwohnungsanteil um über 2 Prozent in den Grossregionen Ostschweiz und Tessin, während in der Grossregion Zürich praktisch keine Zunahme festzustellen war. In den Kantonen Uri, Appenzell ­Innerrhoden, Graubünden, Glarus, Bern und Schwyz ging der Wert sogar zurück.

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Ende des Eigenmietwertes ist positiv

Für die Schweizer Bevölkerung könnte Wohneigentum in Zukunft zudem noch interessanter werden. «Die Abschaffung des Eigenmietwertes, über die zurzeit beraten wird, könnte Wohneigentum in der Schweiz generell attraktiver machen», ist Waeber überzeugt. Derzeit müssen Eigentümer einer selbstbewohnten Liegenschaft ein Einkommen versteuern, welches tatsächlich gar nie angefallen ist.

Entsprechend umstritten war die Regelung bereits seit Jahren. Nachdem die Kommission für Wirtschaft und Arbeit des Ständerates (WAK) der Abschaffung des Eigenmietwertes zugestimmt hat, und bereits die WAK des Nationalrates das Ansinnen unterstützte, soll im 1. Quartal 2019 eine konkrete Vorlage zur Gesetzesrevision im 1. Quartal 2019 in die Vernehmlassung gehen.

(rs)

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