Das erste Corona-Jahr ist vorbei. Wie ist Ihr Schadenfazit?
Jean-Daniel Laffely: Unsere Schäden im Zusammenhang mit dem Coronavirus liegen bei weniger als 20 Millionen Franken. Wir hatten auch kaum Rechtsfälle. Wir waren nicht stark im Markt für Betriebsausfallversicherungen und einigten uns da schnell darauf, dass wir überall bezahlen werden. Auch wenn nur von Epidemie-Deckungen die Rede war und nicht von Pandemien. Für uns war es logisch, zu bezahlen. Nicht nur, weil wir eine Genossenschaft sind, sondern auch weil in unseren Vertragsbedingungen nie der Gedanke abgebildet war, zwischen Epidemien und Pandemien zu unterscheiden. Daneben gibt es natürlich indirekte Auswirkungen. So hatten wir etwas Kosten im Krankentaggeld und – während der ersten Welle – tiefere Kosten im Bereich Unfall. Denn die Leute waren mehr zu Hause.

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Und wie geht es weiter?
Für 2021 machen wir uns schon ein wenig Sorgen, auch wegen des Halb-Lockdowns. Versicherer sind Spätfolger zum Wirtschaftsverlauf. Wenn die Wirtschaft stockt, spüren wir das mit einer Verzögerung.