Eigentlich ist es nur ein Nebenaspekt im zähen Ringen um eine Reform der beruflichen Vorsorge. Aber weil sich die Kosten als gutes Argument für mögliche Profiteure im System der zweiten Säule eignen, sind jüngst die unabhängigen Broker ins Visier der politischen Akteure geraten.

Vor Jahren waren es einzelne Vermögensverwalter, die für alternative Finanzprodukte vermeintlich zu hohe Gebühren kassierten. Immerhin eilten ihnen damals Anlagechefs von Sammelstiftungen zu Hilfe, die solch überrissene Aufwendungen mit überdurchschnittlichen Erträgen auf dem Vermögen der Pensionskasse rechtfertigten. Jetzt sind es die Vermittler-Provisionen der Broker, die Arbeitnehmervertretern und dem Schweizerischen Pensionskassenverband Asip ein Dorn im Auge sind. Sie kritisieren, dass Broker über Courtagen des Anbieters entschädigt werden anstatt direkt via Honorar des Arbeitgebers.