1. Die Lebenserwartung steigt. Dies setzt die Renten aus den Vorsorgewerken unter Druck. Was bedeutet das für das individuelle Alterssparen?

José Antonio Blanco: Die demografische Entwicklung wirkt sich gleich mehrfach aus: Die steigende Lebenserwartung und die niedrigen Zinsen zwingen die Pensionskassen, den Umwandlungssatz zu senken. Zusätzlich sind Rentnerinnen und Rentner über einen längeren Zeitraum der Inflation ausgesetzt, welche die Kaufkraft ihrer Rente reduziert. Schliesslich können sie heute tendenziell länger einen aktiven Lebensstil pflegen, der finanziert werden muss. Die Folge ist ein erhöhter Bedarf an persönlichen Ersparnissen. Das heisst: Sparen allein reicht nicht aus, man muss das Geld anlegen.