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1,1 Milliarden Dollar für AOL-Aktionäre

AOL-Chef Tim Armstrong macht sein Versprechen an die Aktionäre wahr. (Bild: Keystone)

Nachdem AOL im April ein riesiges Patentpaket verkauft hatte, versprach Chef Tim Armstrong seinen Aktionären einen Anteil. Nun hält er Wort.

Veröffentlicht am 27.08.2012

Die Aktionäre des Internet-Urgesteins AOL erwartet ein dicker Scheck. Das Management schüttet wie versprochen die 1,1 Milliarden US-Dollar (880 Millionen Euro) aus dem Verkauf eines Patentpakets aus. Die Anteilseigner bekommen im Dezember eine Sonderdividende von 5,15 Dollar je Papier. Zudem kauft AOL für 600 Millionen Dollar eigene Aktien.

AOL hatte im April mehr als 800 Patente an den Software-Primus Microsoft verkauft und dem Windows-Hersteller überdies ein Nutzungsrecht für seine verbleibenden gut 300 Patente eingeräumt. Später verkaufte Microsoft einen guten Teil der Patente an das Soziale Netzwerk Facebook weiter. Bereits damals versprach AOL-Chef Tim Armstrong seinen Aktionären, dass sie einen Anteil bekommen.

AOL war mit Internet-Zugängen gross geworden. Das Geschäft brach jedoch mit dem Aufkommen schneller DSL- und Kabelzugänge ein. Armstrong versucht deshalb seit einiger Zeit, sein Unternehmen auf Werbung im Umfeld von Medieninhalten auszurichten. Dafür kaufte AOL unter anderem für 315 Millionen Dollar den Online-Dienst «Huffington Post». Nach anfänglichen Verlusten zeichnen sich erste Erfolge des Schwenks ab.

(tno/rcv/awp)

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