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ABB, CS, Roche: So reagieren die Anleger

ABB, CS und Roche: Alle drei konnten den Gewinn nach oben schrauben. (Bilder: Keystone)

Drei SMI-Riesen haben heute ein Gewinn-Plus präsentiert. Am Schweizer Aktienmarkt kann jedoch nur einer der Konzerne zulegen, zwei geben deutlich nach.

Veröffentlicht am 25.07.2013

Die Aktien von ABB gaben bis zum Mittag überdurchschnittlich nach. Das am Morgen vorgelegte Ergebnis für das zweite Quartal wurde in Marktkreisen als durchzogen bezeichnet. Insbesondere der Auftragseingang blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Aber auch der Rückgang der Marge in der Division Prozess-Automation wurde bemängelt.

Die Aktie verzeichnet um kurz nach 12 Uhr ein Minus von 4,7 Prozent und stand bei 20.43 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) gab derweil um 0,83 Prozent  nach.

Mit dem Auftragseingang hat ABB den AWP-Konsens um gut 8 Prozent verfehlt, mit den übrigen Kennziffern wurden die Erwartungen dagegen mehr oder weniger erfüllt. Das Manko im Auftragseingang sei vor allem in den beiden Divisionen Power Systems und Process Automation zustande gekommen, heisst es in einer Einschätzung der UBS. Die Credit Suisse nennt den Bestellungseingang schlicht «enttäuschend».

Credit Suisse

Auch die Papiere der Credit Suisse notierten nach Gewinnmitnahmen mit Kursverlusten. Das von der Grossbank veröffentlichte Ergebnis zum zweiten Quartal 2013 übertraf zwar die Erwartungen des Marktes leicht, insgesamt bot es aber keine Überraschungen. Als leicht enttäuschend wird von verschiedenen Analysten das Abschneiden der Investment Bank gewertet.

Die CS-Aktien verlieren rund 2,7 auf 27.64 Franken. Die Bank habe insgesamt die Konsenserwartungen, aber auch seine eigenen Schätzungen übertroffen, schreibt Daniele Brupbacher von der UBS in einem Kommentar. Dabei seien die Resultate des Investment Bankings im Rahmen, jene des Wealth Managements aber über den Prognosen ausgefallen.

Vor dem Hintergrund der starken Resultate der Vergleichsbanken, könnte das Ergebnis des CS-Investment-Banking als leichte Enttäuschung aufgefasst werden, so Brupbacher weiter.

Roche

Das Halbjahresergebnis von Roche erfreut die Anleger. Der Pharmakonzern hat nach Ansicht von Analysten ein solides Resultat vorgelegt und profitabler gewirtschaftet als erwartet.

Die Roche-Aktie gewann rund 0,5 Prozent an Wert auf 234.60 Franken. Roche vermochte seinen Betriebsgewinn markant zu steigern und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der operative Gewinn sei deutlich schneller als der Umsatz gewachsen, schrieb etwa die Bank Notenstein.

Zudem scheine die die Lancierung neuer Medikamente gelungen. Die Krebsmittel Kadcyla und Perjeta vermochten nach Ansicht von Notenstein mit ihrem Umsatzwachstum zu überzeugen. Die Bank Vontobel hält die Roche-Aktie aufgrund des hohen Cashflows des Konzerns, des Fehlens auslaufender Patente und der Innovationskapazität nach wie vor für ein attraktives Kaufobjekt.

(tno/awp/sda)

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