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ABB und Syngenta werden abgestraft

ABB: Die Aktien verloren weit über zwei Prozent. Keystone

Der Schweizer Leitindex SMI sinkt zum dritten Mal in Folge. Unter Druck standen besonders Aktien von ABB und Syngenta. Am Freitag bleibt die Börse wegen des Feiertags geschlossen.

Veröffentlicht am 30.04.2015

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag den dritten Tag in Folge nachgegeben. Nachdem die US-Wirtschaft an Fahrt verloren hatte, kam der Dollar, einer der Treiber der jüngsten Aktienhausse, unter Druck. Das Wachstum der weltgrössten Volkswirtschaft verlangsamte sich in dem ungewöhnlich kalten Winter. Trotz des Einbruchs will die amerikanische Notenbank Fed an ihren Plänen für eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr festhalten. Immer mehr Anleger zweifeln aber daran, dass das noch im Sommer geschieht.

Der SMI sank um 0,2 Prozent auf 9085 Zähler. Bereits an den beiden Vortagen hatte der SMI kräftige Einbussen verzeichnet. «Die Währungsentwicklung ist gegenwärtig der stärkste Treiber der Aktienmärkte», erklärte ein Händler. Er rechnete damit, dass die Konsolidierung auch an der Schweizer Börse noch einige Wochen anhalten könnte. Einen Einbruch erwartete er aber nicht. Am Freitag bleibt der Markt wegen des 1.-Mai-Feiertags geschlossen, der Handel wird am Montag wieder aufgenommen.

Investorenklatsche für ABB

Die unsichere Konjunkturausblick lastete auf den Kursen der Industriewerte. ABB sanken um 2,4 Prozent, Adecco verloren 0,8 Prozent. Der grösste Verlierer unter den Bluechips war Syngenta mit 3,6 Prozent Abschlag. Das Minus war allerdings vor allem der Dividendenzahlung geschuldet.

Swiss Re gaben 0,5 Prozent nach. Die Neuausrichtung des Lebensversicherungsgeschäfts trägt Früchte. Der Rückversicherungskonzern verdiente in den ersten drei Monaten mit einem Reingewinn von 1,4 Milliarden Dollar deutlich mehr als erwartet.

Holcim im Aufwind

Gefragt waren die Holcim-Aktien mit einem Plus von 1,6 Prozent. Der Zementkonzern konnte die Markterwartungen an das Geschäft im ersten Quartal zwar nicht ganz erfüllen. Entscheidender ist nach Einschätzung von Händlern allerdings, dass sich der zweitgrösste Aktionär Eurocement für die Fusion mit der französischen Lafarge ausgesprochen hat. Damit dürfte der Deal kommende Woche genug Stimmen von den Holcim-Aktionären erhalten, um vollzogen werden zu können .

Am breiten Markt schnellten die Kaba-Aktien zehn Prozent hoch. Die Sicherheitstechnik-Firma schliesst sich mit der deutschen Dorma zusammen. «Die Firmen passen sehr gut zusammen», erklärte ein Händler. «Das honoriert der Markt.»

(reuters/ise/me)

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