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Actelion-Abspaltung startet unter dem Namen Idorsia

Jean-Paul Clozel: Idorsia hat eine Milliarde Kapital und 650 Mitarbeiter. Keystone

Actelion-Gründer Jean-Paul Clozel tauft seine neue Forschungsfirma Idorsia. Ihre 650 Mitarbeitenden werden neue Wirkstoffe entwickeln und vermarkten. Auch der Börsengang wird konkreter.

Veröffentlicht am 15.03.2017

Im Zuge der Übernahme durch Johnson & Johnson soll von Actelion eine Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft abgespalten und an die Börse gebracht werden. Die neue Firma des Actelion-Gründers Jean-Paul Clozel trägt den Namen Idorsia.

Dies geht aus der Einladung zur Generalversammlung vom Mittwoch hervor. Anlässlich der GV vom 5. April 2017 können die Actelion-Aktionäre über die Ausschüttung der Idorsia-Aktien mittels Sachdividende befinden.

Bis im Sommer an die Börse

Wird diese Ausschüttung genehmigt, werden die Kotierung und der Handelsbeginn der Idorsia-Aktien an der SIX voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 erfolgen. Actelion bestätigt damit frühere Angaben.

Mit der neuen Forschungsfirma will das Actelion-Gründerehepaar Jean-Paul und Martine Clozel neue Standbeine erforschen und aufbauen. Idorsia ist gemäss einer Informationsbroschüre für die Aktionäre ein neues, unabhängiges Biopharmaunternehmen, spezialisiert auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Wirkstoffmolekülen für die Behandlung von Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf.

Mit 650 Mitarbeitern

Der Fokus von Idorsias Forschung werde auf neuartigen molekularen Target-Familien liegen. Diese umfassen den Angaben zufolge insbesondere G-Protein gekoppelte Rezeptoren, anti-infektive Targets, Ionenkanäle sowie einige Enzyme. Der Fokus der Forschung liege auf Störungen des zentralen Nervensystems, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Immunkrankheiten sowie seltene Krankheiten.

Das neue Unternehmen wird zum Start mit einer Milliarde Franken ausgestattet. Zudem wird es von Einnahmen über Lizenzgebühren profitieren für Präparate, die sich im Endstadium der klinischen Forschung befinden und im Rahmen des Actelion-Verkaufs an J&J übergehen. Nach dem Vollzug werde Idorsia über etwa 650 Mitarbeitende verfügen, das Forschungsteam werde aus etwa 380 Spezialisten bestehen.

Mehrere Wirkstoffe in der Pipeline

Actelion nennt erstmals auch Details zu Idorsias klinischer Entwicklungs-Pipeline. Dieses bestehe aus fünf Wirkstoffen in der Phase II der klinischen Entwicklung, einem Wirkstoff in der Phase Ib und fünf in der Phase I.

Die am weitesten fortgeschrittenen Wirkstoffe (Phase II) sind ACT-132577 für resistente Hypertonie, ACT-541468 zur Behandlung chronischer Insomnie (Schlaflosigkeit), Clazosentan zur Behandlung von Gefässspasmen in Zusammenhang mit aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen sowie Cenerimod, ein S1P Rezeptor-Modulator in der Entwicklung für Systemischen Lupus Erythematodes.

(sda/jfr/mbü)

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