Das Allschwiler Pharmaunternehmen Actelion schickt seinen Wirkstoff Ponesimod gegen schubförmige Multiple Sklerose (MS) in eine Phase-III-Studie. Diese soll innert dreier Jahre mit Daten von 1100 Patienten die erhoffte Wirksamkeit und Verträglichkeit belegen.

Ponesimod ist ein sogenannter «selektiver Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-1-(S1P1)-Immunmodulator», der auf Lymphozyten wirkt. Actelion betrachtet den Stoff gemäss einer Mitteilung vom Donnerstag als vielversprechend für die Behandlung verschiedener Autoimmunerkrankungen.

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Kein Kommentar zum Marktpotenzial

Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems und die häufigste Ursache progressiver neurologischer Behinderungen bei jungen Erwachsenen. Von 100'000 Personen erkranken laut Actelion jährlich im Schnitt etwa sieben an MS. Gemäss einem Sprecher leiden rund 80 Prozent der Betroffenen an der schubförmigen Variante – zum Marktpotenzial mochte er sich nicht äussern.

Actelion hatte Ponesimod zunächst auch für die Behandlung von Psoriasis vorgesehen, 2013 aber eine teure Phase-III-Studie dazu wegen eines aussichtsreicheren Stoffes vertagt und diese Indikation inzwischen ganz aufgegeben. Inzwischen ist MS als Hauptindikation im Fokus, und für weitere Indikationen laufen Phase-II-Studien.

(sda/ise/ama)