Chinas Aktienmärkte haben nur einen Tag vom staatlichen Eingriff profitiert. Nach dem leichten Anstieg vom Montag ging es am Dienstag schon wieder deutlich nach unten. In Shanghai büsste der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland zuletzt 4,44 Prozent auf 3821,04 Punkte ein. Damit verlor der Indikator seit dem Zwischenhoch von Anfang Juni rund 29 Prozent.

Massive Eingriffe

Wegen des massiven Kursverlusts der meisten chinesischen Aktien hatte die Regierung am Wochenende massiv eingegriffen. Neue Börsengänge wurde vorerst ausgesetzt und die Liquidität stark ausgeweitet. Wertpapierhändler und Investmentfonds wurden zu längerfristigen Aktienkäufen verpflichtet. Auch kündigte die Zentralbank an, den Wertpapierhändlern beim Aktienkauf auf Pump unter die Arme greifen zu wollen.

An den Märkten hatte dies am Montag zu einem zwischenzeitlich starken Anstieg geführt. So kletterte zum Beispiel der CSI 300 um bis zu 8,55 Prozent. Am Ende blieb allerdings nur ein Plus von 2,90 Prozent übrig. Mit dem Rückgang vom Dienstag sind damit wieder alle nach der Intervention erzielten Gewinne aufgezehrt. «Investoren sind nach wie vor wegen der hohen Bewertungen von Unternehmen besorgt und schichten das Geld lieber in risikoärmere Anlageklassen wie Anleihen um», sagte ein Händler.

Anzeige

(sda/chb)